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Garantierte 1,5% vs. Inflation - kann das langfristig gutgehen?

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Petra-Meier
Beiträge: 6
Themenstarter
(@petra-meier)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#69]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit dem neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 und frage mich, ob Garantieprodukte in der aktuellen Zeit überhaupt noch Sinn machen. Mein Versicherungsberater hat mir ein Produkt mit garantierten 1,5% p.a. vorgeschlagen - klingt erstmal solide.

Aber wenn ich mir die Inflation der letzten Jahre anschaue... da waren es teilweise über 7%. Selbst wenn es jetzt wieder runtergeht, langfristig rechne ich schon mit 2-3% pro Jahr. Bei 1,5% Garantiezins verliere ich doch real Geld, oder?

Andererseits ist die Sicherheit schon verlockend. Bei meinem Glück mit Aktien bisher (Corona-Crash war nicht schön) wäre eine Garantie vielleicht doch nicht verkehrt. Außerdem spare ich mir den ganzen Stress mit der Marktbeobachtung.

Ich plane eigentlich, im August/September eine größere Einmalzahlung zu machen - hab noch etwas Geld vom Hausverkauf übrig. Aber bei den aktuellen Zinsen überlege ich echt, ob ich nicht doch lieber warten sollte bis 2027 und dann ins neue System.

Wie seht ihr das? Sind Garantieprodukte 2026 noch rentabel genug oder sollte man lieber das Risiko eingehen?


3 Antworten
CodeInvestor_87
Beiträge: 39
(@codeinvestor_87)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hi Petra,

aus meiner Sicht ist das ein klassisches Rendite vs. Risiko Problem. Ich hab hier schon mal über ähnliche Überlegungen beim Riester-Wechsel geschrieben.

Bei 1,5% Garantie und auch nur 2% Inflation machst du real -0,5% pro Jahr. Das ist mathematisch ein Verlustgeschäft. Klar, dafür hast du Sicherheit, aber über 20-30 Jahre summiert sich das gewaltig.

Mein Tipp: Schau dir mal eine Mischung an. 70% ETF-basiert im neuen AVD ab 2027, 30% in sichere Anleihen oder Festgeld für die nächste Zinsphase. So hast du Rendite UND etwas Sicherheit. Die reinen Garantieprodukte sind meiner Meinung nach nur noch was für sehr konservative Anleger kurz vor der Rente.


Antwort
Lena29
Beiträge: 2
(@lena29)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Hmm, ich seh das etwas differenzierter. Klar, 1,5% sind wenig, aber nach den Turbulenzen der letzten Jahre ist Sicherheit auch was wert.

Als Freiberuflerin kenne ich das Gefühl - schwankende Einkommen, unsichere Zeiten. Da ist eine garantierte Basis manchmal psychologisch Gold wert, auch wenn sie rechnerisch nicht optimal ist.

Mein Vorschlag: Teile deine Einmalzahlung auf. Ein Drittel in das Garantieprodukt für die Sicherheit, zwei Drittel wartest du ab bis 2027. So hast du beides und kannst ruhiger schlafen. Manchmal ist die beste Lösung nicht die mathematisch optimale, sondern die mit der du dich wohlfühlst.


Antwort
S.Weber82
Beiträge: 7
(@s-weber82)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Muss CodeInvestor recht geben. Bei meinem kleinen Budget von 50€ monatlich rechne ich auch jeden Cent um - da kann ich mir 1,5% Garantie bei der Inflation einfach nicht leisten.

Aber Petra, du hast ja anscheinend eine größere Summe zur Verfügung. Vielleicht könntest du gestaffelt vorgehen? Einen Teil jetzt sicher anlegen (falls die Zinsen nochmal fallen), den Rest 2027 ins neue System?

Ich warte definitiv bis 2027. Die steuerlichen Vorteile beim neuen AVD sind einfach zu gut, um sie zu verpassen.


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