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[Gelöst] Förderung bei Arbeitgeberwechsel – was ändert sich steuerlich genau?

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Werner78
Beiträge: 57
Themenstarter
(@werner78)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#53]

Hallo zusammen,

ich plane für Herbst dieses Jahres einen Jobwechsel und mache mir schon jetzt Gedanken, wie sich das auf mein geplantes Altersvorsorgedepot ab 2027 auswirken wird. Ich fange also quasi mit dem neuen Depot in einem Jahr an, in dem ich möglicherweise zwei verschiedene Arbeitgeber habe.

Meine konkrete Frage: Wenn ich z.B. im März 2027 den Job wechsle und dadurch für ein paar Wochen vielleicht keinen Lohn habe oder ein anderes Gehalt – wie wird da die Förderung berechnet? Geht das Finanzamt auf das Gesamtjahreseinkommen, oder wird irgendwie monatsweise geschaut? Und wenn mein neuer Arbeitgeber keinen Lohnsteuerklassenwechsel rechtzeitig hinbekommt, kann das die Förderung gefährden?

Ein weiterer Punkt der mich beschäftigt: Falls ich zwischen den Jobs kurz arbeitslos gemeldet bin (also ALG I beziehe), ändert sich dann mein Förderstatus? Ich hab gelesen, dass es unterschiedliche Fördermodelle für Arbeitnehmer und Nicht-Arbeitnehmer gibt, aber ich bin mir nicht sicher ob das bei kurzfristiger Arbeitslosigkeit eine Rolle spielt.

Ich weiß, das Depot startet erst 2027, aber ich finde es sinnvoll das jetzt schon durchzudenken, bevor ich im nächsten Sommer mit dem Urlaubskopf keine Lust mehr drauf hab 😄

Danke schon mal!
Werner


3 Antworten
Markus B.
Beiträge: 20
(@markus89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Kurz zur Ergänzung: Der Lohnsteuerklassenwechsel hat auf die Förderung selbst keine direkte Auswirkung, weil die Förderung am Ende über die Einkommensteuererklärung abgerechnet wird. Lohnsteuer ist ja nur eine Vorauszahlung. Was dein Arbeitgeber monatlich einbehält, ist fürs Depot-Fördermodell also erstmal egal – entscheidend ist der Jahresabschluss über die Steuer.

Wegen ALG I stimme ich Zweifler_1978 zu: Das ist ein Grenzbereich. Grundsätzlich sollten Bezieher von Lohnersatzleistungen dem Grunde nach förderberechtigt sein, aber die genaue Auswirkung auf den Förderbetrag hängt davon ab wie lange du ALG I beziehst und wie das Einkommen insgesamt aussieht.

Für so ne kurze Übergangphase würd ich mir da aber keine zu großen Sorgen machen – ein paar Wochen ändern am Jahresergebnis meist nicht viel.


Antwort
Markus B.
Beiträge: 27
(@zweifler_1978)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich hab mich mit dem Thema Antragsdetails schon etwas beschäftigt (siehe auch meinen Beitrag in Antrag fürs Altersvorsorgedepot 2027 – Checkliste gegen typische Fehler?), und soweit ich das verstehe, wird beim neuen Altersvorsorgedepot grundsätzlich das Jahreseinkommen herangezogen – also nicht monatsweise. Für die Förderung maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen des gesamten Kalenderjahres, ähnlich wie beim alten Riester-Modell.

Das bedeutet: Kurze Phasen ohne Einkommen oder mit niedrigerem Gehalt verringern im Zweifel dein Gesamteinkommen, was sogar förderlich sein kann, wenn du dadurch in eine niedrigere Einkommensklasse rutschst. Allerdings muss man aufpassen wenn man ALG I bezieht – das zählt zwar als Lohnersatzleistung und ist steuerfrei, aber über den Progressionsvorbehalt wirkt es sich auf den Steuersatz aus. Ob das auch die Förderbemessung beeinflusst, ist mir ehrlich gesagt nicht hundertprozentig klar. Da würde ich auf jeden Fall eine verbindliche Auskunft vom Steuerberater empfehlen, bevor du 2027 startest. Ich bin da eher skeptisch was pauschale Antworten hier im Forum angeht – zu viele Details sind noch nicht final veröffentlicht.


Antwort
FelixT_89
Beiträge: 59
(@felixt_89)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Naja, ich seh das etwas pragmatischer als die Vorgänger hier. Wenn der Jobwechsel nur ein paar Wochen dauert und du danach wieder angestellt bist, wird das steuerlich kaum einen spürbaren Unterschied machen. Ich hab bei meinen ETF-Recherchen gemerkt dass man sich bei solchen Szenarien oft mehr Sorgen macht als nötig. Einfach 2027 normal einzahlen, Förderantrag stellen, und im Zweifel beim Steuerausgleich prüfen lassen.


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