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Aktien, Anleihen, Fonds im Depot – werden die alle gleich besteuert?

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Thomas77
Beiträge: 28
(@thomas77)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hallo Klaus-Hartmann,

die Frage hab ich mir selbst auch schon gestellt – hab mich da auch schon eingelesen, unter anderem im Zusammenhang mit dem Thread zur steuerlichen Absetzbarkeit für 2026.

Nach meinem Verständnis des Altersvorsorgereformgesetzes gilt tatsächlich ein einheitliches Steuerregime innerhalb des geförderten Depots – egal ob ETF, Anleihe oder aktiver Fonds. Das heißt: In der Ansparphase sind Erträge, Kursgewinne und auch Ausschüttungen steuerfrei gestellt, solange sie im Depot verbleiben und reinvestiert werden. Es wird also nicht zwischen Dividende, Zins oder Kursgewinn unterschieden.

In der Auszahlungsphase sieht es dann so aus, dass die Auszahlungen mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden – ähnlich wie bei der früheren Riester-Rente. Die "Herkunft" der Erträge (ob Kursgewinn oder Dividende) spielt dann keine Rolle mehr, es wird auf den Gesamtbetrag der Auszahlung geschaut.

Wichtig: Das bezieht sich auf die geförderten Beiträge und deren Erträge. Ob es bei bestimmten Produktstrukturen Ausnahmen geben könnte, da bin ich mir ehrlich gesagt nicht 100% sicher. Für eine verbindliche Aussage wäre vielleicht doch ein Steuerberater sinnvoll.


Antwort
S.Bergmann89
Beiträge: 29
(@s-bergmann89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Die Frage von Depot-Pro28 zum Mischfonds finde ich wirklich gut – das hab ich mich auch schon gefragt. Gerade Lifecycle-Ansätze klingen konzeptionell sinnvoll für lange Ansparphasen.

Zum ursprünglichen Post von Klaus-Hartmann: Ich denke das Grundprinzip ist klar – Steuerfreiheit in der Ansparphase, Besteuerung mit persönlichem Steuersatz in der Entnahmephase, einheitlich über alle Produkttypen. Das ist deutlich einfacher als die Riester-Welt mit ihren diversen Sonderregelungen je nach Produktkategorie (Banksparplan, Versicherung, Fondssparplan hatten da ja durchaus Unterschiede in Nuancen).

Was ich persönlich positiv finde: Wenn das Regime wirklich so einheitlich bleibt wie geplant, spart man sich die Kopfschmerzen bei der Produktauswahl zumindest auf der Steuerseite. Die Entscheidung welches Produkt man nimmt kann dann mehr nach Rendite/Risiko-Gesichtspunkten fallen, nicht nach Steueroptimierung. Das wäre ein echter Fortschritt gegenüber früher.


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