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Selbstverwaltung vs. Anbieter-Automatik: Was kostet mich die Kontrolle wirklich?

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Markus K.
Beiträge: 24
Themenstarter
(@markusb-krieger)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#68]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit Monaten intensiv mit den Effektivkosten des neuen Altersvorsorgedepots und je länger ich mich damit auseinandersetze, desto verwirrter werde ich bei einer grundsätzlichen Frage: Lohnt sich die Selbstverwaltung überhaupt?

Das AltZertG sieht ja Gebührengrenzen vor, aber ich frage mich: Wenn ich selbst ETFs auswähle, mein Portfolio regelmäßig anpasse und dabei auch noch Transaktionskosten entstehen – bin ich dann wirklich günstiger unterwegs als jemand, der sein Depot bei einem Anbieter in die automatische Altersvorsorgelösung legt?

Bei den Garantieprodukten, die viele Anbieter anbieten werden, verstecken sich ja auch massive Rendite-Aufschläge hinter dem versprochenen Sicherheitsversprechen. Das ist mir klar. Aber auch bei aktiver Selbstverwaltung: Welche versteckten Kosten entstehen mir, die ich jetzt überhaupt nicht im Blick habe?

Wie rechnet ihr das? Habt ihr eine grobe Faustregel, ab welchem Verwaltungsaufwand es sinnvoll wird, selbst Hand anzulegen? Oder seid ihr eher der Meinung, dass die Depotautomatik 2027 vom Kostendeckel profitiert und selbst eine gute Wahl ist?


2 Antworten
Thomas-Berger
Beiträge: 58
(@thomas-berger)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Markus, aus meiner Perspektive als Selbstständiger ist das eine wichtige Frage. Ich brauche eh kein aktives Rebalancing – das kostet mich nur Zeit und Geld. Für mich rechnet sich die passive Selbstverwaltung (buy & hold ETFs) deutlich besser. Aber ich muss ehrlich sagen: Wenn ich die Gebührendeckel richtig verstanden habe, werden die guten Anbieter 2027 auch ihre Automatik sehr günstig anbieten, weil der Spielraum begrenzt ist. Vielleicht ist das der Grund, warum deine Skepsis berechtigt ist – die Unterschiede könnten gar nicht so groß sein, wie man denkt.


Antwort
Stefan_78
Beiträge: 30
(@stefan_78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Gute Frage, Markus. Ich bin da ehrlich gesagt auch noch nicht zu klaren Zahlen gekommen. Was ich aber aus meiner Recherche zu ETF-Strategien für 2027 mitgenommen habe: Die Transaktionskosten bei regelmäßigen Umschichtungen summieren sich tatsächlich. Wenn man jeden Monat die gleiche Sparrate in die gleichen zwei, drei ETFs mit breiter Streuung steckt und die dann 30 Jahre liegen lässt, sollte die Selbstverwaltung rechnerisch günstiger sein. Aber wer wirklich aktiv monitoren und nachsteuern will, zahlt dafür mit jeder Aktion. Bei einer automatischen Lösung zahle ich einmal ein etwas höhere Grundgebühr, dann aber auch Ruhe.


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