Moin zusammen,
als ich vor 2 Jahren in die Selbstständigkeit gestartet bin, ist mir bewusst geworden, dass ich die Altersvorsorge komplett selbst managen muss – ohne Betriebsrente oder ähnliches. Das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 sieht für mich wirklich interessant aus, aber eine Frage lässt mich nicht los:
Was passiert mit meinem Ersparten im Krisenfall? Ich meine: Wenn die Wirtschaft kracht, eine Bank kollabiert oder sogar der Broker selbst Probleme bekommt – sind meine ETFs dann weg? Gelten die üblichen Einlagensicherungsregeln für ein Altersvorsorgedepot? Oder gibt es da spezielle Schutzmechanismen?
Ich will nicht paranoid sein, aber nach 2008 und den ganzen volatilen Märkten in letzter Zeit will ich einfach wissen, woran ich bin, bevor ich 2027 loslege und regelmäßig Geld einzahle.
Kennt ihr euch da aus? Oder habt ihr ähnliche Bedenken?
Gute Frage, Thomas. Das ist tatsächlich ein wichtiger Punkt, den viele übersehen.
So wie ich das verstanden habe, funktioniert der Schutz beim AVD 2027 ähnlich wie bei normalen Depots: Die ETFs sind rechtlich dein Eigentum und gelten als Sondervermögen – das heißt, im Fall einer Brokerpleite sind deine Wertpapiere geschützt, weil sie nicht in die Konkursmasse des Anbieters fallen. Das ist der entscheidende Unterschied zu Sparkonten.
Bei Crashs am Markt selbst: Da hilft dir keine Regelung – wenn der DAX oder der MSCI abstürzt, sinkt auch dein Depot-Wert. Das ist halt das Risiko von ETFs.
Was ich noch nicht 100% klar habe: Ob es beim AVD spezielle Garantien oder Absicherungen gibt, weil es ein gefördertes Produkt ist. Das würde ich vor Start 2027 mit einem Anbieter klären – die müssen das ja erklären können.