Hallo zusammen, ich bin Matthias und plane schon seit Jahren meine Frühstart-Rente mit 60. Bisher habe ich in zwei Riester-Verträge eingezahlt – einmal den klassischen mit Garantie, einmal einen Fondssparplan. Ehrlich gesagt bin ich damit nicht zufrieden: Die Garantiezinsen sind im Keller, und selbst der Fondssparplan liefert mir nicht die Renditen, die ich bräuchte, um wirklich früh raus zu können.
Jetzt lese ich überall, dass das neue Altersvorsorgedepot 2027 deutlich flexibler sein soll – bessere ETF-Auswahl, niedrigere Kosten, keine starre Garantie mehr. Aber meine Frage: Lohnt sich für mich der Umstieg wirklich? Kann ich meine bestehenden Riester-Verträge irgendwie ins neue Depot mitnehmen, oder muss ich die auflösen und verliere dabei Förderung?
Und das wichtigere: Wenn ich jetzt noch bis Januar 2027 warte und dann voll auf das AVD setze – kann ich damit schneller die Rendite fahren, die ich für meine Frühstart-Strategie brauche? Hat da jemand von euch ähnliche Überlegungen oder konkrete Erfahrungen mit den Renditeunterschieden?
Das ist ne berechtigte Frage. Also der zentrale Unterschied: Riester zwingt dir ne Garantie auf und begrenzt damit automatisch deine Rendite. AVD 2027 hat diese Garantie nicht mehr – du kannst also theoretisch 100% in breit gestreute ETFs gehen. Bei den Gebühren sieht es auch besser aus: typischerweise 0,4–0,6% Verwaltungskosten statt 1–1,5% wie bei vielen Riester-Fondssparplänen.
Zur Migration: Das ist die unbequeme Wahrheit – direkte Umschichtungen sind aktuell nicht vorgesehen. Du müsstest deine Riester-Verträge kündigen, das Geld zurückfordern (mit Strafsteuer auf die Förderung!) und dann ins AVD einzahlen. Das lohnt sich nur, wenn du noch lange Zeit hast und die Strafsteuer durch höhere Renditen aufgeholt wird.
Für deine Frühstart-Strategie: Mit 6+ Jahren bis 2027 und dann bis 60 ist das AVD tatsächlich attraktiver. Aber kalkuliere die Kündigungskosten konkret ein – sonst ärgerst du dich hinterher. Wie viel hast du denn insgesamt in den Riester-Verträgen?