Moin zusammen,
ice bin seit zwei Jahren selbstständig und habe noch einen alten Riester-Fondssparplan laufen, den ich vor meiner Selbstständigkeit abgeschlossen habe. Inzwischen zahle ich da praktisch nicht mehr ein, weil die Förderung als Selbstständiger wegfällt – das ist eh klar.
Aber jetzt meine Frage: Wenn das neue Altersvorsorgedepot 2027 startet – kann oder sollte ich meinen Riester dahin umschichten? Ich habe in dem alten Vertrag etwa 18.000 Euro angespart, die Rendite war eher durchwachsen. Das neue Depot mit ETF-Auswahl würde mir deutlich besser passen, aber ich frage mich:
1. Ist eine Umschichtung technisch überhaupt möglich?
2. Verliere ich Zulagen oder Steuerersparnisse dabei?
3. Gibt es versteckte Kosten beim Wechsel?
4. Oder ist es sauberer, einfach einen neuen AVD-Start zu machen und den Riester ruhen zu lassen?
Ich möchte das klug aufbauen und nicht irgendwelche Fristen verpassen oder Strafzinsen zahlen. Danke für Input!
Genau das hatte ich auch – Pause von Jahren, dann Neustart. Der alte Riester bleibt einfach liegen, das ist völlig OK. Technisch funktioniert eine Umschichtung nicht, weil die AVD-Kontenstelle neu eröffnet wird. Keine Strafen, keine Fristen, die Gewinne im alten Riester sind geschützt. Beim AVD-Start 2027 machst du einen vollständigen Neuanfang mit besserer Kostenstruktur und ETF-Flexibilität. Das war bei mir die beste Entscheidung.
Ein interessanter Fall. Ich würde empfehlen, vorab deine genauen Förderberechtigungen als Selbstständiger zu prüfen. Zur Migration: Das Gesetzespaket sieht keine automatische Umschichtung vor, und tatsächlich sind die Förderlogiken so unterschiedlich (Riester-Zulage vs. beitragsproporionale Förderung AVD), dass ein Umschichten wirtschaftlich nicht sinnvoll wäre. Du zahlst ja ohnehin keine Riester-Beiträge mehr – lass das Ding einfach laufen, es kostet dich fast nix. Mit dem AVD 2027 fängst du sauber an. Hast du deine genaue Förderberechtigung als IT-Berater schon mit einem Berater geklärt? Das kann gerade für Freiberufler knifflig sein.
Interessante Konstellation. Hast du dich schon mit der Beitragsgarantie beim AVD auseinandergesetzt? Das könnte für dich als Selbstständiger relevant sein, wenn du Schwankungsjahre hast.
Zum Riester: Die beitragsproponale Förderung beim neuen Depot funktioniert völlig anders als die klassischen Riester-Zulagen. Eine Umschichtung würde die alte Förderlogik sprengen. Sauberer ist wirklich: alten Vertrag schlafend legen, ab 2027 mit AVD neu aufbauen. Hast du schon durchgerechnet, wie viel du monatlich ins neue Depot einzahlen kannst? Das ist für die optimale Förderausnutzung entscheidend.
Das ist eine wichtige Frage. Basierend auf dem aktuellen Reformgesetz ist eine direkte Umschichtung aus einem Riester-Vertrag ins neue AVD 2027 nicht vorgesehen – das sind zwei separate Förderrahmen. Du wirst den Riester parallel halten müssen. Das bedeutet aber auch: Keine Strafzinsen beim Wechsel, nur administrative Trennung.
Mein Rat: Neuen AVD ab 2027 starten, Riester ruhen lassen. Die 18.000 Euro sammeln bis 65, dann optimierst du im Auszahlungsplan. Die minimalen Verwaltungsgebühren im Riester sind bei diesem Volumen vernachlässigbar. Für deinen Neubau als Selbstständiger ist das flexible AVD deutlich besser geeignet.