Liebe Community,
ich bin jetzt 72 und habe über 20 Jahre einen Riester-Vertrag gehabt. Die Effektivkosten sind scandalös – über 2,8% jährlich bei mageren Renditen. Jetzt lese ich überall vom neuen Altersvorsorgedepot 2027 und dessen deutlich besserer Kostenstruktur.
Meine Frage: Wenn ich meinen Riester-Vertrag jetzt (Juli 2025) kündige und dann 2027 ins neue Depot gehe, verliere ich die ganzen Zulagen, die ich eingezahlt habe? Wie wird das mit den Auszahlungen geregelt – muss ich Rückzahlungen machen wegen der Förderung?
Eigentlich wollte ich ja wissen, ob man einfach umschichten kann. Aber ich frage mich inzwischen, ob Stillhalten bis 2027 nicht die bessere Strategie ist und ich die alte Riester-Rente einfach laufen lasse. Auf der anderen Seite: Je länger ich in diesem teuren Vertrag bin, desto weniger Zeit bleibt für bessere Renditen im neuen System.
Wer hat Erfahrungen damit oder kennt jemanden, der das schon überlegt hat? Danke im Voraus!
Interessante Situation! Ich nutze gerne solche News-Themen, um meine Recherchen zu schärfen. Was ich aus aktuellen Meldungen mitgenommen habe: Die Bundesregierung arbeitet an Übergangsregelungen, damit Altverträge nicht hart bestraft werden bei Umstieg.
Conkret: Prüfe mit deinem Anbieter, ob eine Umwandlung statt Kündigung möglich ist. Manche Riester-Versicherer planen bereits, Altverträge auf niedrigere Kostenstruktur umzuschreiben, ohne dass Rückzahlungen anfallen. Das wäre für dich ein Szenario, das ich im Auge behielt bis Herbst 2026.
Bei 2,8% Effektivkosten würd ich echt nicht lang drüber nachdenken. Raus da, sobald 2027 live geht.
Gute Frage, Heinrich! Das ist tatsächlich ein Knackpunkt für deine Generation. Bei den Riester-Altverträgen mit solch hohen Effektivkosten lohnt sich oft ein Vergleich: Weitersparen in der Riester vs. Auflösen und 2027 neu starten.
Bei einer Kündigung musst du mit Rückzahlungsansprüchen rechnen – die Förderung der letzten Jahre wird zurückgefordert. Die genaue Quote hängt von deinem Anbieter ab, oft sind es aber 20-30% der Zulagen.
Bis 2027 zu warten und dann parallel das neue Depot zu nutzen, könnte sauberer sein: Du lässt die Riester-Garantie im Hintergrund, baust im neuen System mit besseren Kosten auf. Das erfordert zwar doppelte Aufmerksamkeit, spart dir aber Strafzahlungen.
Heinrich, aus meiner Perspektive als Systemanalytiker: Die Schnittstelle zwischen Riester und dem neuen Depot ist technisch noch nicht vollständig geklärt. Es gibt Gespräche mit der ZfA darüber, aber offizielle Regelungen zur nahtlosen Umschichtung gibt es noch nicht.
Für deine Situation würde ich empfehlen, jetzt schon mit deinem Anbieter zu klären, welche Kosten bei vorzeitiger Kündigung anfallen. Dann kannst du mathematisch durchrechnen, ob ein Neustart 2027 selbst mit Rückzahlungen besser ist als weitermachen. Die Kostenersparnis über die nächsten Jahre könnte erheblich sein.