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Garantieprodukte im AVD 2027: Schützen mich klassische Versicherungen wirklich vor Kaufkraftverlust?

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Werner78
Beiträge: 57
Themenstarter
(@werner78)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#136]

Hallo zusammen, ich bin jetzt schon seit Jahren skeptisch gegenüber den ganzen ETF-Versprechen und hab mich bislang auf klassische Versicherungsprodukte verlassen. Die haben sich bewährt, da weiß ich, woran ich bin.

Nur jetzt beim neuen Altersvorsorgedepot 2027 frag ich mich langsam: Wenn ich 100% Kapitalgarantie bei einer Versicherung abschließe mit sagen wir 2,5% Verzinsung – ist das wirklich noch sinnvoll? Die Inflation lag ja die letzten Jahre oft höher. Heißt das, ich verliere real an Kaufkraft, auch wenn ich nominal 2,5% bekomme?

Andererseits: Wenn ich in ETFs gehe, kann ich ja auch Geld verlieren, und bei Rente brauch ich Sicherheit. Was spricht für euch konkret dafür, Kapitalgarantie-Produkte beim neuen Depot trotzdem zu wählen? Oder sollte ich ein Mix aus beidem machen?

Mich interessiert eure ehrliche Erfahrung, nicht die Verkaufsversprechen.


2 Antworten
Rainer W.
Beiträge: 12
(@r-weinberg)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Gute Frage, Werner. Ich würd dir empfehlen, das differenzierter zu sehen. Die Garantie selbst ist nicht das Problem – das Problem ist, ob die garantierte Rendite deine Inflation abdeckt. Und da musst du rechnen: 2,5% Garantie minus 2-3% durchschnittliche Inflation der nächsten 30 Jahre = real kaum noch Wachstum.

Beim AVD 2027 brauchst du aber gar nicht schwarz-weiß zu denken. Schau dir die Rahmenbedingungen an – es gibt dort auch Rentenfonds oder moderate Mischprodukte, die weniger Risiko haben als reine Aktien-ETFs, aber mehr Renditechance als klassische Versicherungen. Und die Förderung (Grundzulage, Berufseinsteigerbonus) gilt gleich, egal ob Garantie oder nicht. Die hilft dir dabei, den realen Wertverlust zu reduzieren.


Antwort
Gerhard_1951
Beiträge: 71
(@gerhard_1951)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Ich versteh deinen Sicherheitsgedanken, aber schau: Meine Enkel brauchen später Kaufkraft, nicht nur Nennbeträge. Wenn ich ihnen über das AVD 2027 eine Garantie mit 2,5% aufbaue und Inflation läuft bei 2,5-3%, dann haben sie real weniger bekommen als heute. Das ist auch eine Form von Risiko – nur dass man es nicht merkt.

Ich hab für die Kleinen deshalb einen Mix gemacht: Ein solider Rentenfonds-Anteil für Stabilität, dazu moderate Aktien-ETFs für echtes Wachstum. Die Kinderzulage fließt regelmäßig, und langfristig sollte das deutlich mehr rauskommen als reine Sicherheit. Die Zinswende ändert da einiges, aber Garantie-Produkte reagieren träge.


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