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BU-Schutz und Depot gleichzeitig stemmen – geht das wirklich?

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VorsorgeFuchs28
Beiträge: 28
Themenstarter
(@vorsorgefuchs28)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#37]

Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor einer Entscheidung, die mich ehrlich gesagt ein bisschen überfordert. Ich bin 28, arbeite seit knapp 3 Jahren als Grafikdesigner (angestellt, mittleres Gehalt, keine großen Rücklagen bisher) und möchte ab Januar 2027 das neue geförderte Altersvorsorgedepot nutzen. Soweit so gut.

Das Problem: Mein Versicherungsberater hat mir letzte Woche geraten, endlich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen – und er hat nicht Unrecht, ich hab das viel zu lange aufgeschoben. Die Angebote, die ich bisher gesehen habe, gehen so bei 60–80€ monatlich los (für eine halbwegs vernünftige BU-Rente, nicht nur Minimalschutz). Gleichzeitig will ich natürlich möglichst viel in das Depot einzahlen, um die staatliche Förderung mitzunehmen.

Aber beides zusammen – BU-Prämie, Depot-Sparrate, Miete, Lebenshaltungskosten – das wird richtig eng. Ich überlege gerade, ob ich die BU eher minimal abschließen sollte und dafür mehr ins Depot, oder ob das leichtsinnig ist. Vielleicht auch andersherum?

Hat jemand von euch ähnliche Überlegungen angestellt? Wie habt ihr das priorisiert? Was wäre eurer Meinung nach der schlimmere Fehler – zu wenig BU-Schutz oder zu wenig Altersvorsorge?

Freue mich über jeden Erfahrungsbericht oder auch einfach eure persönliche Einschätzung. Danke!


8 Antworten
LisaK
Beiträge: 29
(@lisak)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich hab mich das gleiche gefragt als ich meinen alten Riester gekündigt habe und neu planen musste. Am Ende hab ich's so gemacht: BU zuerst, Depot mit dem was übrig bleibt. Und ich zahle monatlich ins Depot ein, auch wenn's am Anfang nur ein kleiner Betrag ist – lieber anfangen als warten.

Bei der BU würde ich nicht am falschen Ende sparen. Eine zu niedrig angesetzte BU-Rente hilft im Ernstfall auch nicht wirklich weiter.


Antwort
Petra-Meier
Beiträge: 6
(@petra-meier)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

ich hab mal nen Fehler gemacht und zunächst gar keine BU abgeschlossen weil mir das zu teuer war. Dann hatte ich zwei Jahre später leichte Rückenprobleme und die Prämie war plötzlich viel höher mit Ausschlussklausel. Das hat mich gelehrt: früh abschließen, solange man jung und gesund ist, ist günstiger als warten.

So wie VorsorgeMentor67 schreibt – dem stimm ich vollständig zu. BU hat Vorrang, Depot anpassen ist später noch möglich.


Antwort
FelixT_89
Beiträge: 28
(@felixt_89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Sehe ich ehrlich gesagt ein bisschen anders als Claudia. Klar ist BU wichtig, aber du solltest nicht in Panik verfallen. Wenn das Budget wirklich knapp ist, kann man auch erstmal mit einer günstigeren BU mit niedrigerer versicherter Rente anfangen und die später anpassen – viele Verträge haben Nachversicherungsoptionen.

Das Depot würde ich trotzdem nicht komplett vernachlässigen. Gerade am Anfang zählt der Zinseszinseffekt enorm, und die staatliche Förderung ist ja auch kein Pappenstiel. Ich hab mich in letzter Zeit viel mit regulatorischen Risiken beschäftigt – da gibt's Unsicherheiten genug, umso wichtiger ist früher Einstieg. Aber Risikoschutz ist natürlich das Fundament, das stimmt schon.


Antwort
Frank_78
Beiträge: 30
(@frank_78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Grundsätzlich richtig was hier steht, aber ich möchte eine Sache ergänzen: Schaut euch beim BU-Abschluss die Vertragsbedingungen wirklich genau an – insbesondere die Definition von Berufsunfähigkeit und ob der Versicherer dich auf einen anderen Beruf verweisen kann. Das ist oft wichtiger als der monatliche Beitrag.

Und ja, Depot mit kleiner Rate starten – das Fördermodell ab 2027 belohnt ja auch schon kleine Beträge, solange man regelmäßig einzahlt. Beides geht, wenn man klug priorisiert.


Antwort
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