Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit Jahren mit ETF-basierter Altersvorsorge und freue mich auf das Geförderte Altersvorsorgedepot 2027 – besonders die beitragsproportionale Förderung im Standarddepot hat mich überzeugt, früh einzusteigen und meine bisherige Strategie anzupassen.
Jetzt stolpere ich aber immer wieder über die Diskussion zu den Kostenquoten. Überall liest man: "Unter 0,2% TER ist entscheidend!" und "Jede Basis-Punkt zählt bei 40 Jahren Sparzeit." Aber ehrlich gesagt: Wenn ich einen soliden Broad-Market-ETF mit 0,15% TER gegen einen mit 0,19% vergleiche – macht das bei realistischen Renditen wirklich einen spürbaren Unterschied?
Ich frage mich, ob das nicht eher eine akademische Debatte ist, während andere Faktoren (regelmäßiges Sparen, Rebalancing-Disziplin, die Förderung selbst) viel stärker ins Gewicht fallen. Hat jemand von euch schon konkrete Rechenbeispiele gesehen, die zeigen, wie sehr sich 4-5 Basispunkte TER-Unterschied über 30-40 Jahre wirklich auswirken – oder ist das Rauschen im Vergleich zur Marktvolatilität?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Markus, gute Frage. Ich bin gerade aus der Selbständigkeit zurück in Anstellung und wechsle gerade meine alte Riester-Rente ins neue AVD 2027 – da bin ich auch nicht so tief in der ETF-Detaildiskussion drin. Aber von dem, was ich über die ZfA-Verfahren gelesen habe, merke ich: Bei langfristigen Prozessen wie Überträgen oder eben Sparplanung über Jahrzehnte zählt weniger jede einzelne Optimierung, sondern eher die Konsistenz der Strategie. Die 4 Basispunkte TER-Unterschied sind über 40 Jahre sicher messbar, aber wenn die Förderung im AVD ordentlich reinkommt, relativiert sich das schnell. Meine These: Lieber einen stabilen, günstigen ETF nehmen und dann 30 Jahre nicht rumoptimieren, als ständig zu tauschen.