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Arbeitgeberzuschuss richtig in Vorsorgerechner eingeben - wie mache ichs?

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Gnter67
Beiträge: 32
Themenstarter
(@gnter67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#16]

Hallo zusammen,

ich bereite mich schon mal auf das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 vor und möchte verschiedene Szenarien durchrechnen. Dabei stehe ich vor einem Problem: Wie gebe ich den Arbeitgeberzuschuss korrekt in die Vorsorgerechner ein?

Mein AG zahlt laut Arbeitsvertrag 50% der Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge dazu, maximal 150€ im Monat. Das würde ja bedeuten, wenn ich 300€ selbst einzahle, kommen nochmal 150€ vom Chef dazu. Macht dann 450€ gesamt.

Jetzt habe ich verschiedene Rechner ausprobiert und bin völlig verwirrt:
- Bei manchen kann ich nur meinen eigenen Beitrag eingeben
- Andere haben extra Felder für AG-Zuschuss
- Wieder andere rechnen das automatisch mit ein wenn ich "betriebliche AV" auswähle

Was ist denn richtig? Muss ich die 450€ Gesamtbetrag eingeben oder nur meine 300€? Und wie wird das steuerlich behandelt - der AG-Zuschuss ist doch steuerfrei bis zu bestimmten Grenzen?

Ich will nicht dass ich mich verrechne und nachher merke dass meine ganze Planung für die Rente falsch war. Hat jemand eine gute Anleitung oder weiß wie man das systematisch angeht?

Danke schonmal!


4 Antworten
Markus91
Beiträge: 6
(@markus91)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hey Gnter67,

kann dich gut verstehen, das ist wirklich verwirrend mit den verschiedenen Rechnern. Ich hab das Thema auch schon mal durchgekaut bei meiner ETF-Planung.

Grundsätzlich solltest du IMMER den Gesamtbetrag (also deine 450€) für die Renditeberechnung nehmen. Das ist das Geld was tatsächlich für dich angelegt wird. Steuerlich ist es aber wichtig zu unterscheiden:

- Deine 300€ gehen vom Bruttogehalt ab (Steuerersparnis)
- Die 150€ AG-Zuschuss sind eh steuerfrei (bis 8% der BBG)

Bei den meisten Rechnern gibst du beides separat ein:
- Eigenbeitrag: 300€
- AG-Zuschuss: 150€

Dann rechnet das Tool automatisch mit der unterschiedlichen steuerlichen Behandlung. Falls der Rechner das nicht kann, nimm einen besseren - die einfachen Bank-Rechner taugen oft nix.


Antwort
L.Weber
Beiträge: 14
(@l-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Moin,

jep, das Thema ist echt ein Dauerbrenner. Ich hatte letztens ähnliche Probleme bei der Anbieterauswahl.

Wichtiger Tipp: Achte darauf dass der Rechner auch die Sozialversicherungsersparnis mit einrechnet! Bei 300€ Eigenbeitrag sparst du ja auch noch Kranken- und Rentenversicherung. Das sind nochmal ca. 60€ weniger Abzüge vom Brutto.

Effektiv kostet dich der 300€-Beitrag also nur ca. 170€ netto, plus die 150€ vom AG macht 450€ Einzahlung für 170€ eigene Kosten. Das ist schon ein ziemlich guter Deal!

Mein Tipp: Nimm den Rechner von Stiftung Warentest oder einen professionellen Anbieter-Rechner, nicht diese simplen Online-Dinger.


Antwort
S.Weber25
Beiträge: 10
(@s-weber25)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Hi Gnter,

guter Punkt von Werner-Kohl oben! Ich arbeite im HR und kann bestätigen: Viele Firmen warten erst mal ab wie sich das neue System entwickelt.

Zur Rechner-Frage: Falls du verschiedene Szenarien vergleichen willst (mit/ohne AG-Zuschuss), mach am besten separate Berechnungen:

1. Szenario ohne AG: nur deine 300€ privat
2. Szenario mit AG: 450€ gesamt bei 170€ Nettokosten für dich

So siehst du den Unterschied und kannst besser entscheiden. Die meisten Rechner haben auch eine Export-Funktion für Excel, dann kannst du die Zahlen noch mal selbst nachprüfen.

Btw: Bei der Hitze grade sitze ich eh nur im klimatisierten Büro und rechne Vorsorge-Szenarien durch 😅


Antwort
Werner-Kohl
Beiträge: 20
(@werner-kohl)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Servus,

das Thema beschäftigt mich auch, da ich beim ETF-Auswahlprozess ähnliche Berechnungen anstelle.

Ein wichtiger Punkt den die Vorredner noch nicht erwähnt haben: Du musst auch prüfen ob dein Arbeitgeber überhaupt beim neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 mitmacht! Nicht alle Unternehmen werden das sofort unterstützen.

Falls dein AG nur die klassische betriebliche Altersvorsorge (Direktversicherung etc.) bezuschusst, kannst du den Zuschuss NICHT ins neue System mitnehmen. Dann müsstest du das Altersvorsorgedepot komplett privat besparen.

Mein Rat: Erst mal beim Arbeitgeber nachfragen ob die das neue System ab 2027 unterstützen wollen. Dann kannst du richtig rechnen.


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