Hallo zusammen,
ich beschäftige mich schon länger mit den Garantieprodukten beim neuen Altersvorsorgedepot 2027 und möchte jetzt endlich mal selbst nachrechnen, wie sich Kosten und Rendite wirklich vergleichen lassen. Die meisten Online-Rechner sind mir zu unflexibel – ich will genau verstehen, wo die Unterschiede liegen.
Meine Frage: Wie baut man sich am besten eine Excel-Tabelle, um Garantieprodukte mit ihrer Beitragsgarantie gegen ETF-basierte Lösungen zu rechnen? Was sind die kritischen Parameter?
Ich plane, monatlich 300 Euro über 25 Jahre einzuzahlen und bin natürlich an der beitragsproportionalen Förderung interessiert. Bei den Garantieprodukten möchte ich die Verwaltungskosten, versteckte Gebühren und die tatsächliche Zinsgarantie korrekt abbilden. Bei ETFs sind es TER, Sparplangebühren und realistische Renditeerwartungen.
Hat hier jemand einen guten Ansatz, wie man das strukturiert? Oder nutzt ihr alle einfach die Bank-Rechner? Würde mich freuen über konkrete Tipps zur Formellogik.
Danke!
Das ist eigentlich eine gute Vorbereitung für die Auszahlungsphase später. Wenn Du jetzt schon verstehst, wie sich Kosten und Rendite zusammensetzen, kannst Du nachgelagert viel besser kalkulieren, welche Steuerlast auf Dich zukommt.
Ein Hinweis: Bei Garantieprodukten ist die nachgelagerte Besteuerung oft günstiger, weil die Erträge geringer ausfallen. Bei ETFs musst Du mit höheren Kapitalerträgen rechnen – das spielt in der Rente dann rein.
Vielleicht nützt Dir auch mein früherer Beitrag zur Besteuerung: Die Excel-Logik ist ähnlich.
Hallo W.Hartmann,
bei der Beitragsgarantie ist das Entscheidende: Du musst die Kostenquote exakt abbilden. Ich würde zwei Szenarien bauen – einmal die garantierte Verzinsung minus Kosten, und dann ein ETF-Szenario mit 5-6% Erwartungsrendite. Die beitragsproportionale Förderung addierst Du in beide Szenarien gleich oben drauf.
Kritisch ist: Bei Garantieprodukten oft versteckte Verwaltungskosten in der Differenz zwischen beworbener und echter Nettorendite. Das müsstest Du mit dem Datenblatt genaustens prüfen. Bei mir war der Unterschied mal 0,3-0,4% p.a. – das macht über 25 Jahre was aus.
Dann würde ich noch eine Sensitivitätsanalyse einbauen: Was wenn die ETF-Rendite nur 4% ist statt 6%?
Viel Erfolg beim Durchrechnen!
W.Hartmann, das ist genau der richtige Weg! Nur ein kleiner Hinweis aus meiner ETF-Erfahrung: Du musst auch die Rebalancing-Kosten in die TER integrieren – oder separat kalkulieren. Broker-Gebühren pro Trade auch nicht vergessen.
Beim Garantieprodukt meist alles drin, aber da ist wieder die Frage: Wie flexibel bist Du, wenn sich die Marktsituation ändert? Excel zeigt Dir Szenarien – real könnte das anders aussehen.
Ich würde parallel auch einen Robo-Advisor durchrechnen, nur um zu sehen, wie das sich kostenmäßig positioniert.