Hallo zusammen,
ich sitze hier im Homeoffice, draußen sind 35 Grad und ich versuche mich sinnvoll mit meiner Altersvorsorge zu beschäftigen anstatt in den Garten zu gehen 😄
Folgende Situation: Ich habe seit 2015 einen Riester-Fondssparplan und frage mich, wie ich den jetzt sauber mit dem neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 vergleichen kann. Nicht ob ich wechseln soll – das ist ne andere Frage – sondern erstmal: Was sind eigentlich die richtigen Kennzahlen die ich für so einen Vergleich brauche?
Bei Riester habe ich z.B. garantierten Beitragserhalt, Zulagen (Grundzulage 175€), Abschlusskosten, Verwaltungskosten, und natürlich die Rendite der Fonds im Vertrag. Aber wie soll ich das gegen das AVD vergleichen? Die Grundzulage beim AVD ist ja anders strukturiert, und den Beitragserhalt gibt's da glaube ich auch nicht mehr in der Form.
Was ich konkret wissen will:
1. Welche Kennzahlen aus meinem Riester-Vertrag brauche ich zwingend für so eine Vergleichsrechnung?
2. Gibt es einen Rechner der das wirklich korrekt abbildet, inklusive der Unterschiede bei der Förderstruktur?
3. Wie rechnet ihr die Garantiekosten beim Riester rein – die drücken ja die Rendite erheblich?
Ich bin kein Finanzprofi, versuche aber die Sache ordentlich zu durchdenken bevor 2027 losgeht. Über konkrete Hinweise würde ich mich freuen!
ich glaub der wichtigste punkt wird oft vergessen: die zulagenstruktur beim riester ist abhängig vom eigenbeitrag (4% vom vorjahreseinkommen). beim AVD wird das anders berechnet. wenn du also einfach nur die zulagen gegenüberstellst ohne die eigenbeitragsanforderungen zu berücksichtigen, vergleichst du äpfel mit birnen
kurz gesagt: erst ausrechnen was dich Riester bei DEINEM einkommen wirklich kostet um die volle zulage zu kriegen, dann dasselbe fürs AVD. das ist die basis.
Ich finde den Ansatz grundsätzlich gut, möchte aber eine etwas skeptischere Perspektive einbringen: Solche Vergleichsrechnungen für ein Produkt das noch gar nicht gestartet ist – also das AVD startet ja erst 01.01.2027 – sind mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Wir wissen zwar grob die Förderstruktur, aber konkrete Konditionen der Anbieter (Kosten, ETF-Auswahl, Rebalancing-Regeln) kennen wir noch nicht. Im Hochsommer 2026 können wir also bestenfalls mit groben Annahmen arbeiten.
Ich würde empfehlen: Riester-Kennzahlen jetzt schon sauber dokumentieren – das ist sinnvoll. Aber mit dem finalen Vergleich bis Herbst/Winter 2026 warten wenn die ersten Anbieter konkrete Produkte und Konditionen veröffentlichen. Dann hat die Rechnung eine viel solidere Grundlage.
Für die Riester-Seite: Das wichtigste Dokument ist der jährliche Standmitteilung – dort findest du die effektive Wertentwicklung nach Kosten, nicht nur die Brutto-Fondsrendite. Das ist der ehrlichste Ausgangswert.