Hallo zusammen,
ich bin seit ein paar Jahren als Projektmanager tätig und versuche gerade, meine Altersvorsorge etwas systematischer anzugehen. Bisher lief das eher so nebenbei – ein bisschen hier, ein bisschen da – aber jetzt möchte ich das Ganze mal richtig durchrechnen lassen.
Konkret interessiert mich das neue Altersvorsorgedepot, das 2027 kommen soll, und wie ich das vernünftig mit meinem laufenden ETF-Sparplan kombinieren kann. Ich zahle aktuell monatlich in einen MSCI World ETF ein, aber ich frage mich, ob ich mit einem Sparplanrechner realistische Szenarien für das neue geförderte Depot durchspielen kann – also inklusive der staatlichen Förderung, die es dann geben soll.
Habt ihr Tools oder Rechner, mit denen ihr sowas gut abbilden könnt? Mir ist wichtig, dass ich Flexibilität behalte – als Projektmanager gibt es manchmal Phasen, wo ich mehr einzahlen kann, manchmal weniger. Ich möchte verstehen, wie sich unterschiedliche Einzahlungsrhythmen auf die Gesamtrendite auswirken und ob es sinnvoll ist, das AVD zusätzlich zum normalen ETF-Depot zu nutzen oder ob man da eher konsolidieren sollte.
Welche Erfahrungen habt ihr mit Vorsorgerechnern gemacht, die das neue Depot schon abbilden? Und rechnet ihr mit bestimmten Renditeerwartungen für die ETF-Variante im AVD?
Danke schon mal!
Ich nutze bisher auch nur normale ETF-Rechner, weil ich das mit dem AVD und den Garantieprodukten noch nicht ganz durchblicke. Ob man das als Berufsanfänger wirklich schon bis ins Detail durchrechnen muss, weiß ich nicht – erstmal anfangen und dann anpassen finde ich eigentlich sinnvoller.
Guten Tag ETFsparplan34,
ich bin zwar schon in Rente, aber ich verfolge das Thema Altersvorsorgedepot 2027 sehr aufmerksam – gerade wegen der Grundzulage, die für jüngere Sparer wirklich attraktiv sein dürfte. Ich habe mich da eingelesen und finde die Förderstruktur im Vergleich zu Riester deutlich transparenter.
Zur Frage mit den Rechnern: Die meisten gängigen Sparplanrechner können das AVD noch nicht korrekt abbilden, weil die genauen Förderkonditionen ja noch nicht final sind. Ich habe das auch im Thread zu Garantiezins 2,5% oder doch lieber fondsgebunden bei neuer RV? schon mal angesprochen – da ging es um ähnliche Abwägungen.
Was ich empfehlen würde: Rechnet erstmal mit einem normalen Sparplanrechner die ETF-Seite durch (7% brutto, 5% nach Inflation und Kosten ist realistisch), und plant die Förderung als separaten Posten dazu. Flexible Einzahlungen kann man gut mit Szenarien modellieren – einfach mal Minimum, Mittel und Maximum durchrechnen. Das gibt schon ein gutes Bild. Für Ihre Berufssituation klingt das sehr sinnvoll.
Ich frage mich das ehrlich gesagt auch gerade intensiv. Bin 27 und überlege, ob ETF-Rente im AVD wirklich die bessere Wahl ist verglichen mit einem Garantieprodukt – langfristig dürfte die Rendite beim ETF deutlich höher sein, aber man muss halt mit Schwankungen leben können.
Zu deiner Frage mit den flexiblen Einzahlungen: Ich hab im Thread Jahresbonus ins Depot stecken oder lieber gleichmäßig über das Jahr verteilen? diskutiert – da kam raus, dass der Unterschied bei langen Laufzeiten oft kleiner ist als gedacht. Also ob du mal mehr, mal weniger einzahlst, macht vermutlich über 30 Jahre nicht den riesigen Unterschied, solange du überhaupt dabei bleibst.
Einen Rechner der das AVD schon vollständig abbildet hab ich noch nicht gefunden. Ich rechne im Moment manuell mit Excel und schätze die Förderung grob ab.