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ETF-Depot fürs Altersvorsorgedepot 2027: Förderung systematisch durchleuchtet

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Marc-Technik
Beiträge: 52
Themenstarter
(@marc-technik)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#157]

Hallo zusammen,

ich versuche gerade das Geförderte Altersvorsorgedepot 2027 systematisch zu analysieren und stoße dabei auf ein paar Fragen, die ich noch nicht befriedigend beantworten konnte.

Kontext: Ich bin Softwareentwickler, hab ein normales ETF-Depot bereits seit Jahren laufen und schaue jetzt, ob das neue Fördermodell für mich einen echten Mehrwert gegenüber einem ungeförderten Depot bringt – oder ob der steuerliche Vorteil durch Kosten und Restriktionen wieder aufgefressen wird.

Konkret interessieren mich folgende Punkte:

1. **Förderstruktur im Detail**: Die beitragsproportionale Förderung klingt auf dem Papier attraktiv. Aber wie wirkt die eigentlich im Zusammenspiel mit dem Sonderausgabenabzug, wenn man als Gutverdiener ohnehin schon in der Günstigerprüfung landet? Gibt es da einen Break-even-Punkt beim Jahresbrutto?

2. **ETF-Auswahl**: Welche ETFs sind nach AltZertG überhaupt zulässig? Gibt es konkrete Negativlisten oder läuft das über Anbieterwhitelists?

3. **Vergleich zur ungeförderten Alternative**: Hat jemand mal durchgerechnet, ab welchem Zeitraum die Förderung tatsächlich den steuerlichen Nachteil bei Auszahlung kompensiert?

Mich interessiert besonders die langfristige Modellierung – nicht die Marketing-Versprechen. Falls jemand mit dem Kleingedruckten vertraut ist oder eigene Berechnungen gemacht hat, wäre das super hilfreich.

Danke und schönen Sommer euch allen!


4 Antworten
S.Weber25
Beiträge: 40
(@s-weber25)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hey, ich versuch's auch gerade zu verstehen lol. Deine Frage zur Günstigerprüfung ist auch genau mein Problem – ich hab das im Thread zur steuerlichen Förderung schon mal angesprochen aber noch keine richtig klare Antwort bekommen.

Ich bin 26 und frage mich gerade ob sich das überhaupt lohnt wenn man am Anfang der Karriere noch nicht so viel verdient. Muss man eigentlich erstmal einen Mindestbetrag einzahlen damit die Förderung greift oder reicht jeder Betrag? Das wäre für mich wichtig.


Antwort
Nadine K.
Beiträge: 40
(@nadine_1985)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hallo Marc-Technik,

schöne Fragen, die mich auch beschäftigen – ich komme da von einer etwas anderen Seite ran. Nach meiner Familienpause schaue ich das Thema vor allem wegen der Kinder-Zulagen an, nicht so sehr wegen der Günstigerprüfung.

Zur Frage ETF-Auswahl: Soweit ich verstanden habe, geht das tatsächlich über Anbieterwhitelists – die zertifizierten Anbieter legen fest, was im Mantel handelbar ist. Freie ETF-Auswahl wie im normalen Depot gibt es nicht, das ist glaube ich der größte Haken für alle, die wie du gezielt bestimmte Indizes besparen wollen.

Den Break-even zwischen Förderung und nachgelagerter Besteuerung hab ich ehrlich gesagt noch nicht selbst durchgerechnet – ich bin da zu sehr auf die Zulagen fokussiert. Ich hab mich zuletzt eher mit Tagesgeld als Überbrückung bis 2027 beschäftigt. Für deine Modellierung wäre vielleicht ein Steuerberater sinnvoller als ein Forum 😄

Bin gespannt was andere sagen!


Antwort
Markus K.
Beiträge: 24
(@markusb-krieger)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Kurze Anmerkung zur Kostenstruktur, weil das in deiner Analyse fehlt: Die beitragsproportionale Förderung sieht gut aus, aber viele Anbieter packen da Verwaltungskosten drauf, die im Factsheet nicht sofort sichtbar sind. Ich hab da mal tiefer gegraben und war ernüchtert. Garantieprodukte meiden, klarer Fall – aber auch bei reinen ETF-Manteln im zertifizierten Depot sollte man die Gesamtkostenquote (also TER plus Depotkosten plus Transaktionskosten) mal wirklich aufsummieren und gegen die Förderung gegenrechnen. Bei niedrigen Sparraten kann das schnell kippen.


Antwort
Markus B.
Beiträge: 27
(@zweifler_1978)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich würde bei der ganzen Förder-Euphorie mal auf die Bremse treten. Das AltZertG hat bekanntlich einige Stellen, wo die Tücken im Detail stecken – das kenne ich aus meiner Beschäftigung mit dem Thema für meine drei Kinder.

Konkret zur ETF-Auswahl: Ob ein ETF zugelassen ist, hängt tatsächlich stark vom jeweiligen Anbieter ab. Das bedeutet im Klartext: Du hast keine Garantie, dass dein bevorzugter MSCI World oder ein spezifischer Small-Cap-ETF überhaupt drin ist. Und was heute auf der Whitelist steht, muss morgen nicht mehr draufstehen – Anbieter können das ändern.

Zur Günstigerprüfung und dem Break-even: Das ist stark einkommensabhängig und ich würde das wirklich nicht pauschal beantworten. Bei hohem Brutto kann die Förderung durch nachgelagerte Besteuerung tatsächlich weniger attraktiv sein als auf den ersten Blick. Ich habe das für meine Situation mit einem Steuerberater besprochen – das lohnt sich definitiv.

Skepsis ist hier jedenfalls angebracht, das sehe ich wie du.


Antwort
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