Hallo zusammen, ich bin 24 und befasse mich gerade intensiv mit dem Altersvorsorgedepot 2027. Mich interessieren besonders Rohstoffe und wie man langfristig vernünftig aufbaut.
Ich habe eine Frage, die mich beschäftigt: Wenn ich jetzt anfange zu sparen und dann irgendwann ab 50 in die Phase gehe, wo man das Risiko reduzieren soll – wie sieht das mit Rohstoff-ETFs aus? Ich lese oft, dass Rohstoffe eine gute Diversifizierung sind, aber ich habe auch gelesen, dass sie am Ende nicht wirklich Rendite bringen wie Aktien.
Meine Überlegung ist: Macht es Sinn, schon früh einen kleinen Rohstoff-Anteil zu haben und diesen dann ab 50 einfach zu reduzieren? Oder sollte man Rohstoffe eher gar nicht ins Altersvorsorgedepot nehmen, weil die Zeit zu lang ist?
Wie gehen erfahrenere Sparer damit um? Danke für Input!
Tino R., gute Frage. Ich würde dir ehrlich sagen: Lass die Rohstoffe sein, zumindest nicht als größere Beimischung im AVD. Hier mein Gedanke dazu.
Rohstoffe sind volatil und bringen über 26 Jahre realistische gesehen nicht die Rendite von breit gestreuten Aktien-ETFs. Du zahlst also Gebühren für etwas, das dir statistisch weniger bringt. Das ist für die lange Sparphase einfach nicht optimal.
Ab 50 dann umzuschichten auf weniger riskante Assets macht Sinn – aber da nimmst du dann eher Anleihen oder Mischfonds, nicht Rohstoffe. Die würden eh zu volatil sein für die Phase vor Renteneintritt.
Mein Rat: Stick to Aktien-ETFs (global diversifiziert) für deine Aufbauphase. Das ist durchsichtig, günstig und liefert was. Die Kosten sind das wichtigste beim AVD – jedes Prozent weniger Gebühren ist Geld, das dir am Ende wirklich bleibt. Rohstoff-Beimischungen sind oft eher eine Verkaufsgeschichte für Garantieprodukte, die dir zum Schluss weniger bringen als einfache Indexfonds.