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Förderung und reale Nettorendite: Rechnet sich ein breit gestreutes 5-ETF-Depot wirklich?

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Thomas M.
Beiträge: 20
Themenstarter
(@thomas47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#334]

Mich beschäftigt seit Wochen eine grundsätzliche Frage, die ich bislang in keinem Vergleich befriedigend beantwortet gefunden habe: Wenn ich ab 2027 ins neue Altersvorsorgedepot mit ETFs einsteige, wie viel von der beitragsproportionalen Förderung bleibt mir nach Steuern wirklich übrig – und macht das einen messbaren Unterschied zu meinem klassischen Depot bei einem günstigen Broker?

Ich tendiere dazu, fünf ETFs zu halten: Weltaktien (MSCI World), Schwellenländer, europäische Anleihen, Immobilien-ETF und einen kleineren Rohstoff-Beimischung. Die Gesamt-TER liegt bei etwa 0,35%. Was mich skeptisch macht: Wenn ich die Förderung später in der Auszahlungsphase besteuern muss, und wenn die Verwaltungskosten des Depots nicht transparent genug sind – rechnet sich das wirklich besser als eine einfache Drei-ETF-Strategie ohne Förderung, dafür steuerfrei?

Wie berechnet ihr das konkret durch? Welche versteckten Kosten sollte ich einkalkulieren?


2 Antworten
Wolfgang K.
Beiträge: 14
(@wolfgangkeller)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Aus meiner Sicht als Pensionär ist die Frage sehr relevant. Ich habe lange mit klassischen Versicherungsmänteln gearbeitet und deren TER lag oft bei 0,8–1,2%. Ein reines ETF-Depot mit fünf Positionen und insgesamt unter 0,4% ist objektiv günstiger. Aber: Die Förderung verschiebt die Prioritäten. Es geht nicht mehr primär um Kostenoptimierung, sondern um Optimierung der gesamten Abgabenlast über den Lebenszyklus hinweg. Das ist komplexer als "Förderung minus Steuern". Eine detaillierte Modellrechnung für deine spezifische Situation würde ich empfehlen.


Antwort
Marcus K.
Beiträge: 16
(@marcus_1988)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Das ist exakt der Winkel, den ich analysiere. Für deine 5-ETF-Struktur: Die beitragsproportionale Förderung wird dir bei konstantem Sparen über 25+ Jahre einen Steuervorteil von etwa 2–4 Prozentpunkten extra Nettorendite bringen – je höher dein Steuersatz später, desto besser. Aber nur wenn der Broker-ETF-Aufschlag unter 0,15% liegt und du nicht aktiv tradest. Mit 0,35% TER insgesamt ist das realistisch. Mein Rat: Vergleich nicht gegen "keine Förderung", sondern gegen "klassisches Versicherungsprodukt mit ähnlicher Kostenstruktur". Da gewinnt dein Depot deutlich.


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