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TER bei 0,15% vs 0,7% - macht das wirklich so viel aus langfristig?

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HermannH_55
Beiträge: 16
Themenstarter
(@hermannh_55)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#46]

Hallo zusammen!

Ich sitze hier bei der Hitze und versuche mich in die ETF-Thematik einzuarbeiten für 2027. Überall lese ich von der TER (Total Expense Ratio) und dass man unbedingt auf niedrige Kosten achten soll.

Nun schaue ich mir verschiedene ETFs an: Ein MSCI World kostet 0,15% TER, ein anderer vergleichbarer 0,7%. Klar ist der günstigere besser, aber ist der Unterschied wirklich so dramatisch wie alle sagen?

Ich rechne mal grob: Bei 100€ monatlich über 30 Jahre sind das 0,55% Unterschied. Das wären... äh... ich komme nicht so richtig auf die Zahlen. Kann mir jemand mal vorrechnen was das konkret bedeutet?

Und zweite Frage: Gibt es versteckte Kosten bei den billigen ETFs die man beachten sollte? Oder kann man wirklich blind auf die niedrigste TER gehen?

Danke für eure Hilfe, bei der Affenhitze denke ich nicht mehr so klar 😅


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2 Antworten
VorsorgeFuchs28
Beiträge: 30
(@vorsorgefuchs28)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hey HermannH_55, der Unterschied ist tatsächlich krasser als man denkt! Bei 100€/Monat über 30 Jahre und 7% Rendite p.a. hast du am Ende:
- 0,15% TER: ca. 118.000€
- 0,70% TER: ca. 110.000€

Das sind 8.000€ Unterschied nur durch die Kosten! Die TER wird nämlich jährlich vom Fondsvermögen abgezogen, das wirkt sich durch den Zinseszinseffekt richtig heftig aus.

Versteckte Kosten gibt es bei seriösen ETF-Anbietern eigentlich nicht mehr. Die TER muss alle laufenden Kosten enthalten. Nur Transaktionskosten beim Kauf/Verkauf kommen noch dazu, aber die sind bei Sparplänen meist gering.

Mein Tipp: Geh ruhig nach der niedrigsten TER, solange der ETF groß genug ist (über 100 Mio. Volumen) und einen bekannten Index abbildet.


Antwort
Thomas-Berger
Beiträge: 27
(@thomas-berger)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Da muss ich VorsorgeFuchs28 zustimmen - die Kostenunterschiede summieren sich gewaltig über die Jahre. Ich hatte vor ein paar Wochen in einem anderen Thread schon mal erwähnt, dass die Produktkosten einer der wichtigsten Faktoren sind.

Aber Vorsicht vor reinen TER-Vergleichen: Manche ETFs haben zwar niedrige TER, aber höhere Tracking-Differenz. Das heißt sie bilden den Index schlechter ab als teurere Konkurrenten. Schau dir mal die Performance über 3-5 Jahre an, nicht nur die TER.

Und bei der aktuellen Hitze: Lass die Recherche lieber auf den Abend, da denkt es sich klarer 😉 Die paar Wochen bis zum Herbst machen bei 30 Jahren Anlagehorizont auch keinen Unterschied mehr.


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