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Immobilienfonds TER vs. echte Kosten: Was zahle ich wirklich?

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Gerhard L.
Beiträge: 25
Themenstarter
(@gerhard62)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#227]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiver mit Immobilienfonds als mögliche Komponente im neuen Altersvorsorgedepot ab 2027. Mir geht es dabei vor allem um die Kostenstruktur, die ich beim reinen Blick auf die TER (Gesamtkostenquote) möglicherweise unterschätze.

Beim Lesen verschiedener Fondsprospekte bin ich auf mehrere Gebührenarten gestoßen: Die TER selbst, aber dann auch noch Verwaltungs- und Depotbankengebühren, Maklergebühren beim Immobilienkauf im Fonds, Courtagen. Manche Fonds haben auch Einstiegs- oder Ausgabeaufschläge – gilt das auch noch für das AVD 2027 oder ist das bereits bereinigt?

Meine konkrete Frage: Wenn ein Fonds eine TER von 0,75% ausweist – sind da alle realen Kosten enthalten, oder lauern noch versteckte Gebühren? Und wie wirkt sich das auf meine Auszahlungsphase aus, wenn die nachgelagerte Besteuerung erst beim Renteneintritt greift? Zahle ich dann auf die Gebühren zusätzlich Steuern, oder nicht?

Ich möchte gerne verstehen, ob Immobilienfonds im AVD wirklich günstiger sind als früher und wie transparent die Kostenstruktur wirklich ist.

Danke für eure Erfahrungen!


3 Antworten
Werner-Kohl
Beiträge: 62
(@werner-kohl)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Ich war auch lange unsicher, wie transparent das wird. Mittlerweile nutze ich für sowas gerne die Factsheets und Jahresberichte der Fonds – da steht eigentlich alles drin, nur eben nicht immer ganz prominent. Die TER ist das Kernproblem: Sie sollte alle regelmäßigen Gebühren enthalten, aber eben nicht die Transaktionskosten beim Kauf und Verkauf von Immobilien. Gerade bei Umschichtungen im Fonds können da Gebühren entstehen, die nicht in der TER abgebildet sind. Für das AVD 2027 hätte ich gehofft, dass der Regulierer da transparenter wird, aber bisher sieht es nicht danach aus. Mein persönlicher Erfahrungswert: Bei Immobilienfonds zahlt man real oft 1,2-1,5% pro Jahr, wenn man alles aufrechnet.


Antwort
Marcus K.
Beiträge: 16
(@marcus_1988)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hier lohnt sich eine systematische Analyse. TER ist nur die Verwaltungsgebühr – nicht enthalten sind typischerweise: (1) Anschaffungskosten beim Immobilienkauf, (2) Transaktionskosten, (3) bei manchen Fonds noch separate Depotgebühren. Rechne pauschal mit zusätzlich 0,2-0,4% pro Jahr. Bei der Steuerrechnung: Gebühren reduzieren deinen steuerpflichtigen Ertrag. Mit 42% Grenzsteuersatz sparst du auf jede Gebühr noch Steuer – das ist eigentlich günstig. Mein Rat: Hole dir die detaillierte Gebührenaufschlüsselung vom Anbieter, vergleiche Total Cost of Ownership über 20 Jahre Laufzeit, nicht nur die TER.


Antwort
L.Weber38
Beiträge: 49
(@l-weber38)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Du, das ist für mich als junge Familie auch noch nicht ganz klar. Ich hab gedacht, die TER ist einfach das, was du zahlst – mehr nicht. Aber wenn da noch andere Gebühren kommen können, muss ich das auch verstehen für mein AVD ab 2027. Bedeutet das, dass ich lieber direkt in Immobilien investieren sollte statt über einen Fonds zu gehen? Oder ist der Fonds trotzdem sicherer wegen der Diversifikation?


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