Hallo zusammen,
ich beschäftige mich intensiv mit den Anforderungen des AltZertG für zertifizierte Altersvorsorgeprodukte und bin dabei auf eine Frage gestoßen, die mich nicht loslässt: Bei Immobilienfonds wird ja immer die TER (Total Expense Ratio) angegeben – aber ich habe den Verdacht, dass diese Kennzahl bei Immobilienfonds besonders irreführend sein kann.
Wenn ich mich die verschiedenen Produktbeschreibungen ansehe, finde ich bei offenen Immobilienfonds regelmäßig versteckte Kosten, die nicht in der TER auftauchen: Maklergebühren beim An- und Verkauf von Immobilien, Gebühren für externe Bewerter, Instandhaltungsrückstellungen, die faktisch Kosten sind, oder Kosten für die Depotbank. Das kann sich schnell auf 1-2% pro Jahr addieren, ohne dass die ausgewiesene TER auch nur einen Hauch davon widerspiegelt.
Meine Frage: Wie prüfe ich als künftiger AVD-2027-Nutzer systematisch, ob ein Immobilienfonds für das geförderte Depot wirklich alle Kostenschichten transparent gemacht hat? Gibt es im AltZertG konkrete Transparenzanforderungen, die solche versteckten Gebühren adressieren? Und welche Fonds oder Strukturen sind hier am ehesten zu trauen?
Freue mich auf eure Erfahrungen.
Das beruhigt mich irgendwie, dass du das auch hinterfragst. Ich bin ja gerade wieder eingestiegen ins Berufsleben und will beim Altersvorsorgedepot 2027 von Anfang an richtig aufgebaut sein – ohne böse Überraschungen später. Bei Immobilienfonds habe ich immer ein beklemmendes Gefühl gehabt, weil eben diese Intransparenz bei den Kosten so schwer zu durchschauen ist. Ich denke, für meinen Einstieg bleibe ich lieber bei ETFs oder zumindest bei Immobilien-ETFs, wo die Kostenstruktur deutlich klarer ist. Risiko ist mir wichtig, aber versteckte Kosten sind für mich das größere Risiko.