Hey zusammen, ich bin 28 und versuche gerade meine Altersvorsorge-Strategie für die nächsten Jahrzehnte zu durchdenken. Das neue Altersvorsorgedepot 2027 ist dabei natürlich ein großes Thema – aber ich schaue mir eben auch Alternativen und Ergänzungen an, bevor ich mich festlege.
Ein Punkt, der mich seit ein paar Wochen beschäftigt: Immobilien als Anlageklasse. Ich habe bisher hauptsächlich über Wohnimmobilien nachgedacht, also klassische Eigentumswohnungen zur Vermietung. Aber jetzt stolpere ich immer öfter über Gewerbeimmobilien – Büros, Ladenflächen, Logistik usw. – und frage mich, ob das für einen langfristigen Vermögensaufbau mit Fokus auf Altersvorsorge eigentlich interessanter sein könnte.
Meine konkreten Fragen: Was sind die wirklichen Unterschiede aus Rendite-Sicht? Bei Gewerbe höre ich oft von höheren Mietrenditen, aber auch von deutlich mehr Leerstandsrisiko. Wohnimmobilien scheinen stabiler, aber in vielen Städten einfach zu teuer für vernünftige Renditen. Wie bindet man das sinnvoll in ein Altersvorsorgekonzept ein, das auch das neue Altersvorsorgedepot 2027 mit ETFs enthält?
Ich frage mich auch, ob man als Einzelperson überhaupt sinnvoll in Gewerbeimmobilien investieren kann oder ob das erst über REITs oder Fonds im Depot realistisch wird. Hat jemand da Erfahrungen oder eine klare Meinung? Bin für jeden Input dankbar, auch wenn die Einschätzung ist, dass ich mit 28 die Finger davon lassen soll 😅
Gewerbe vs. Wohnimmobilie ist letztlich eine Risikofrage. Ich würde mit 28 nicht direkt in Gewerbe einsteigen – das ist einfach zu komplex für den Anfang.
Ich kenn mich bei Gewerbe nicht so tief aus, aber beim Thema Immobilien generell hab ich festgestellt dass die Nebenkosten oft massiv unterschätzt werden – hab das auch mal in einem anderen Thread angesprochen: Grunderwerbsteuer, Notar, Makler – wann habt ihr das alles eingeplant?
Bei Gewerbe kommen da nochmal ganz andere Dimensionen dazu, soweit ich das verstehe. Für dich mit 28 würde ich an deiner Stelle ehrlich gesagt erstmal das Altersvorsorgedepot 2027 als Basis aufbauen und Immobilien – ob Wohn oder Gewerbe – erstmal über REITs oder Fonds abbilden. Direktkauf von Gewerbe ist nix für den Einstieg.
Gute Frage, die du da stellst! Ich hab mich damit auch mal intensiver befasst, vor allem weil ich früher versucht habe, Wohn- und Gewerbeimmobilien direkt zu vergleichen.
Der Kernunterschied aus meiner Sicht: Wohnimmobilien sind regulierter (Mietpreisbremse, Kündigungsschutz usw.), aber dafür auch planbarer. Gewerbeimmobilien bieten tatsächlich oft höhere Brutto-Mietrenditen – 5 bis 7 Prozent sind keine Seltenheit – aber das Leerstandsrisiko ist nicht zu unterschätzen. Wenn ein gewerblicher Mieter geht, steht die Fläche unter Umständen 6 bis 18 Monate leer, und Umbaukosten kommen noch dazu.
Für jemanden mit 28 Jahren würde ich persönlich sagen: Direktinvestment in Gewerbe ist ohne sehr viel Kapital und Erfahrung schwierig. REITs oder Immobilien-ETFs im künftigen Altersvorsorgedepot 2027 wären da eine deutlich zugänglichere Alternative. Die Kostenstruktur ist transparenter und du bleibst flexibel.
Das Altersvorsorgedepot hat gegenüber direkten Immobilien übrigens einen klaren Vorteil bei der Förderstruktur – das sollte man nicht unterschätzen. Das alte Riester-System war da viel undurchsichtiger, das neue System macht es einem wirklich leichter nachzuvollziehen, was man eigentlich bekommt.