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Agrar-Rohstoffe als Inflationsschutz - eure Meinungen?

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W.Hartmann
Beiträge: 34
Themenstarter
(@w-hartmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#62]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Inflationsschutz für mein zukünftiges Altersvorsorgedepot und bin dabei auf Agrar-Rohstoffe gestoßen. Bei den aktuellen Preisen für Lebensmittel und den Wetterextremen denke ich, dass Weizen, Mais, Sojabohnen usw. langfristig nur teurer werden können.

Jetzt frage ich mich: Macht es Sinn, einen Teil meines Portfolios in entsprechende ETFs oder Futures zu investieren? Ich dachte an so 5-10% der Gesamtanlage. Die Idee ist, dass Nahrungsmittel immer gebraucht werden und bei steigender Weltbevölkerung und Klimawandel die Preise tendenziell steigen müssten.

Was sind eure Erfahrungen mit Agrar-Investments? Sind die Schwankungen zu heftig für die Altersvorsorge? Und wie sieht es mit der steuerlichen Behandlung von Rohstoff-ETFs aus - wird das ab 2027 genauso gefördert wie normale Aktien-ETFs?

Bin gespannt auf eure Meinungen dazu!


4 Antworten
Gerhard_1951
Beiträge: 53
(@gerhard_1951)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Lieber Herr Hartmann,

aus meiner langjährigen Erfahrung kann ich Ihnen nur abraten von solchen Spekulationen. Agrar-Rohstoffe sind nichts für die solide Altersvorsorge! Die Preise schwanken wie wild - mal schauen Sie sich die Weizenpreise der letzten 20 Jahre an.

Ich habe schon miterlebt, wie in den 70ern viele Leute ihr Geld mit Rohstoff-Investments verloren haben. Für den Inflationsschutz gibt es bessere Wege: Immobilien-REITs oder solide Dividenden-Aktien von Unternehmen, die ihre Preise anpassen können.

Das neue Altersvorsorgedepot sollte man nicht für solche Experimente nutzen. Bleiben Sie bei bewährten Strategien!


Antwort
Klaus_1975
Beiträge: 4
(@klaus_1975)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Muss Gerhard widersprechen - pauschal abraten ist auch nicht richtig. Agrar-Rohstoffe können durchaus Sinn machen, aber man muss die Risiken kennen.

Wichtig ist: Die meisten Agrar-ETFs sind über Futures strukturiert, nicht über physische Rohstoffe. Das bringt zusätzliche Komplexität mit Contango/Backwardation mit sich. Außerdem haben viele dieser ETFs höhere TERs.

Wenn, dann würde ich eher in Unternehmen aus dem Agrar-Bereich investieren - Düngemittelhersteller, Saatgutproduzenten oder Landmaschinenhersteller. Die profitieren indirekt von steigenden Agrarpreisen, sind aber operativ besser diversifiziert.

5% als Beimischung könnte ok sein, aber vorher genau die Produktstruktur verstehen.


Antwort
Heinrich67
Beiträge: 16
(@heinrich67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Servus,

bin auch am überlegen wegen Inflationsschutz. Bei Agrar-Rohstoffen würd ich vorsichtig sein - die Preise hängen nicht nur von Angebot und Nachfrage ab, sondern auch stark von politischen Entscheidungen.

Schau dir mal an was letztes Jahr mit den Getreideexporten aus der Ukraine passiert ist. Oder die ganzen Subventionen in der EU und USA - das verzerrt die Märkte enorm.

Ich setz lieber auf Aktien von Unternehmen die von steigenden Rohstoffpreisen profitieren. Deere, BASF oder Nutrien zum Beispiel. Das ist indirekter, aber auch weniger riskant als direkte Rohstoff-Investments.


Antwort
Markus91
Beiträge: 6
(@markus91)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hey W.Hartmann,

grundsätzlich nicht verkehrt der Gedanke, aber Agrar-Rohstoffe sind echt volatil. Hatte mal in einen Weizen-ETF reingeschaut und die Schwankungen waren heftig. Klar, langfristig werden Nahrungsmittel teurer, aber kurzfristig können da auch mal 30-40% Verluste drin sein.

Für die Altersvorsorge würde ich eher bei 3-5% bleiben, nicht 10%. Wie ich schon mal geschrieben hab, Diversifikation ist wichtig, aber man sollts nicht übertreiben.

Bei der steuerlichen Behandlung bin ich mir auch nicht sicher - hängt wahrscheinlich davon ab, wie die Rohstoff-ETFs strukturiert sind.


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