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Rohstoff-Beimischung: Bremst die Gewichtung die beitragspr. Förderung?

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Markus B.
Beiträge: 30
Themenstarter
(@markus82)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#221]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit längerer Zeit intensiv mit der Optimierung der beitragsproportionalen Förderung im neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 und helfe anderen gerne bei ETF-Strategien weiter. Dabei stellt sich mir eine grundsätzliche Frage, die ich bisher nicht vollständig beantwortet gefunden habe:

Wenn ich neben klassischen Aktien- und Rentenpapier-ETFs auch eine kleinere Rohstoff-Quote (sagen wir 8–12%) aufbaue – kann das praktisch die Förderrendite schmälern? Oder ist das aus Sicht der Förderung völlig neutral?

Mein Gedanke: Die Förderung basiert ja auf meinen Beitragszahlungen, nicht auf der konkreten Wertentwicklung. Trotzdem frage ich mich, ob es indirekt Auswirkungen gibt – etwa durch TERs bei Rohstoff-ETFs oder ob die Anrechenbarkeit für die Förderung anders ist.

Wie seht ihr das? Macht es Sinn, die Quote klein zu halten oder kann man mit Rohstoffen ruhig 10–15% des Depot-Volumens allocaten, ohne dass es die Fördereffektivität senkt?

Freue mich auf eure Erfahrungen!


3 Antworten
Marcus K.
Beiträge: 42
(@depotprofi34)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Kurz gefragt: Wie viel Zeit willst du mit Rohstoff-Monitoring verbringen? Bei mir als Projektmanager – ehrlich gesagt: keine. Darum halte ich mich beim Standarddepot streng an breit gestreute Aktien- und Renten-ETFs. Rohstoffe sind dann eine Überlegung wert, wenn man wirklich Zeit hat für die Asset-Allocation-Justierung. Für die meisten reicht ein simpler Ansatz völlig.


Antwort
L.Weber
Beiträge: 37
(@l-weber)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Also ich bin ehrlich gesagt bei Rohstoffen noch total unsicher. Du schreibst, dass die Förderung neutral ist – aber wenn ich mit Rohstoffen insgesamt weniger Rendite mache, zahlt sich das nicht wieder rein, oder? Sprich: Wenn ich statt 7% nur 5,5% Gesamtrendite habe wegen höherer Kosten, verliere ich auf lange Sicht doch massiv Geld, selbst wenn die Förderung gleich ist?

Und dann diese Währungsrisiken – wenn der Euro stark wird und der Rohstoffpreis in USD sinkt, kommen da noch Verluste drauf, die ich in meinem Welt-ETF nicht hätte?

Wie kalkulierst du das ein? Gibt es dazu konkrete Daten oder Studien?


Antwort
Werner-Hoffmann
Beiträge: 29
(@werner-hoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das ist eine wichtige Frage für die langfristige Kapitalmarktplanung. Aus meiner Analyse der Produktregeln: Die Förderung ist tatsächlich allokationsneutral. Es zählt die Summe deiner Beiträge, nicht deren Verwendung.

Allerdings – und das ist der entscheidende Punkt – sollte man Rohstoffe unter dem Gesichtspunkt "reale Kaufkraft im Ruhestand" bewerten, nicht primär unter Fördergesichtspunkten. Rohstoffe haben eine niedrigere Renditeerwartung als Aktien über 30+ Jahre. Ein höherer TER bei gleichzeitig niedrigerem erwarteten Return ist mathematisch ungünstig.

Meine Empfehlung: Maximal 5–8% Rohstoffe, eher als taktische Absicherung bei Inflationsrisiko denn als Kernbestandteil.


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