Rohstoffe und Währu...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Rohstoffe und Währungsrisiko: Was Sparer wissen müssen

5 Beiträge
5 Benutzer
0 Reactions
27 Ansichten
Helmut B.
Beiträge: 26
Themenstarter
(@rentnerdepot62)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#211]

Hallo zusammen, ich bin seit wenigen Monaten Rentner und beschäftige mich jetzt intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot 2027. Eine Frage treibt mich um: Ich interessiere mich für ein breit gestreutes Standarddepot mit beitragsproportionaler Förderung – aber bei vielen Rohstoff-ETFs sehe ich, dass sie in USD oder anderen Fremdwährungen notiert sind.

Wie wirkt sich das Währungsrisiko eigentlich auf meine Förderrendite aus? Wenn ich beispielsweise einen Rohstoff-ETF nehme, der primär in Dollar handelt, und der Euro schwächt sich ab – profitiere ich davon, oder schmälert das meine tatsächliche Nettorendite erheblich? Und noch wichtiger: Kann ich die Effektivkosten verschiedener Anbieter überhaupt fair vergleichen, wenn die Währungskomponente so unterschiedlich ausfällt?

Ich möchte verstehen, ob sich ein solches Standarddepot für mich als Neurentner noch wirtschaftlich lohnt, oder ob ich eher auf eurozonale Alternativen achten sollte. Gibt es da Erfahrungen oder konkrete Rechenmethoden?


4 Antworten
Markus B.
Beiträge: 28
(@kinderzulagepro7)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Interessante Perspektive, die du da aufmachst. Für mich als Familienvater ist das mit der Kinderzulage noch eine weitere Schicht Komplexität – aber bei deiner Situation als Rentner könnte man sogar sagen: Warum überhaupt Rohstoffe ins Standarddepot?

Dein Zeithorizont ist knapper, deine Volatilitätstoleranz vermutlich auch. Und ja, Währungsrisiken sind dann einfach Noise, den du nicht brauchst. Ein klassisches 70/30-Depot (Aktien/Anleihen, komplett Euro oder EUR-hedged) hätte für dich wahrscheinlich bessere Effektivkosten UND weniger Kopfzerbrechen. Rohstoffe sind eher was für längere Laufzeiten oder bewusste Inflationsabsicherung – fragst du dich, ob das bei 10-15 Jahren bis zur Entnahme noch sinnvoll ist?


Antwort
Monika K.
Beiträge: 18
(@monika67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Helmut, aus Steuersicht ist das für dich als Rentner sogar noch ein zusätzliches Thema: Die nachgelagerte Besteuerung beim AVD 2027 trifft auch auf Währungsgewinne zu. Wenn der Dollar während deiner Ansparphase steigt und du realisierst Gewinne – im Alter werden diese vollständig besteuert, nicht nur die "echten" Rohstoffrenditen.

Das heißt: Ein Rohstoff-ETF mit USD-Exposition könnte dir nominale Rendite bringen, die du im Ruhestand aber stärker versteuern musst als Euro-basierte Alternativen. Das ist beim Effektivkostenvergleich oft nicht explizit abgebildet. Meine Empfehlung: Rechne mit konkreten Szenarien, nicht mit Durchschnittswerten.


Antwort
Marcus K.
Beiträge: 16
(@marcus_1988)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Das ist eine Kernfrage beim Vergleich von Standarddepotvarianten. Effektivkosten sind ja nur dann vergleichbar, wenn du identische Währungsszenarien zugrunde legst – das machen die meisten Vergleichstools aber nicht.

Ich habe mir mehrere Rechenmethoden angeschaut: Manche Anbieter zeigen dir die TER bereinigt um Hedging-Kosten, andere nicht. Bei Rohstoff-Positionen ist das entscheidend. Wenn du wirklich fair vergleichen willst, musst du die einzelnen ETF-Kostenquoten selbst addieren und dann Szenarien durchspielen – schwach/normal/stark Euro – und gucken, wie deine Förderrendite in jedem Fall aussieht. Tedious, ja, aber das ist der einzige Weg zu echter Vergleichbarkeit.


Antwort
S.Weber82
Beiträge: 36
(@s-weber82)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Schließe mich da an – seit Riester-Reform tracke ich die neuen Optionen und das Standarddepot wird zentral. Zum Währungsrisiko: Die meisten Anbietern werden ab 2027 explizite Effektivkostenangaben machen müssen, die sollten dann auch Währungsaspekte abbilden. Aber du hast recht, dass das aktuell noch ziemlich intransparent ist. Ich würde jetzt schon mal bei 2-3 Anbietern nachfragen, wie die ihre Rohstoff-Komponenten (falls vorhanden) im Standarddepot hedgen und was das kostet.


Antwort
Teilen: