Mich nervt dieses pauschale "Rohstoffe sind gut zur Streuung"-Geschwätz. Wenn ich mir die TER-Strukturen genauer anschaue – vor allem bei breiteren Rohstoff-Baskets – dann frage ich mich: Wo bleibt da noch ein echtes Rendite-Plus nach Kosten? Die typischen Rohstoff-ETFs liegen ja zwischen 0,45 und 0,65 Prozent TER. Das ist deutlich über dem, was ein breiter MSCI-World kostet.
Meine eigentliche Frage: Hat jemand von euch konkret durchkalkuliert, ab welcher Haltezeit und bei welcher erwarteten realen Rohstoff-Rendite sich die höheren Gebühren überhaupt noch lohnen? Oder sind das eher Verkaufsargumente der Broker, um ihre ETF-Palette voller zu machen?
Ich bin skeptisch, ob sich 10-15% Rohstoff-Beimischung im AVD ab 2027 wirtschaftlich sinnvoll anfühlt, wenn die Förderung ja auf die Gesamtrendite wirkt und nicht auf einzelne Komponenten.
Moment – ich bin noch relativ neu in dem Thema, aber: Wenn ich mir anschaue, wie die Rohstoffpreise über längere Zeit hinweg laufen, dann gibt es ja auch Phasen, wo die Volatilität extrem ist. Im Sommer 2026 waren Ölpreise und Kupfer sehr beweglich. Heißt das nicht, dass ich bei einem jungen Depot eher weniger Rohstoffe nehmen sollte und stattdessen auf sichere Assets setzen? Oder ist das genau das Gegenteil – dass ich bei 30, 40 Jahren Zeit mehr Rohstoff-Volatilität aushalten kann?