Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit der Frage, wie ich meine Ersparnisse bis zum Start des Altersvorsorgedepots 2027 am sinnvollsten anlege. Das klassische Sparbuch meiner Bank bietet aktuell 2,5% p.a., was ja eigentlich noch nicht schlecht klingt – zumindest besser als früher.
Aber wenn ich ehrlich bin, frage ich mich: Ist das Sparbuch mit Kündigungsfrist überhaupt noch zeitgemäß? Tagesgeld bietet teilweise ähnliche oder sogar bessere Konditionen mit voller Flexibilität. Und wenn ich in ein paar Monaten eh ins Depot wechsle und dort beitragsproportional förderfähig einzahle – macht es da noch Sinn, vorher Rendite zu jagen?
Wie handhabt ihr das? Nutzt ihr noch klassische Sparbücher, oder seid ihr längst auf Tagesgeld oder sogar schon auf ETF-Strategien umgestiegen? Mich interessiert besonders: Wie berechnet ihr die beitragsproportionale Förderanrechnung durch die ZfA, wenn ihr unterschiedliche Vorsorgequellen kombiniert?
Thomas B.:
Ich sehe das pragmatisch: Das Sparbuch ist für mich persönlich überholt, aber nicht wegen der Rendite. Mir geht es darum, dass ich ab Januar direkt starten will mit meiner ETF-Strategie – und dafür brauch ich kein Sparbuch als Übergangslösung. Mein Notgroschen liegt auf Tagesgeld, der Rest fließt ab 2027 ins Depot.
Wie ich meine beitragsproportionale Förderung optimiere, planen wir gerade mit meinem Berater. Das ist für mich der entscheidende Punkt, nicht die 0,3% Renditeunterschied zwischen Sparbuch und Tagesgeld.
Markus D.:
Vorsicht: Der nominale Zinssatz beim Sparbuch ist nicht die ganze Geschichte. Oft fallen Kontoführungsgebühren an, die nicht klar kommuniziert werden. 2,5% netto nach Gebühren könnte schnell 2,1% sein.
Und ja, das Sparbuch ist aus meiner Perspektive überholt – nicht weil die Rendite schlecht ist, sondern weil die Anbieter keine Transparenz in die Effektivkosten bringen. Bei einem Garantieprodukt im Depot 2027 könnte ich wenigstens die AltZertG-Bedingungen überprüfen. Das Sparbuch: Pfote im Sand, und hoffen, dass die Bank nicht die Konditionen senkt.
Markus91:
Das Sparbuch hat für mich einen Platz, aber nicht als Vorsorgeinstrument: nur als reiner Notgroschen (2-3 Monatsausgaben), getrennt vom Depot. Alles was drüber hinausgeht, muss ins Depot fließen, um die beitragsproportionale Förderung zu maximieren.
Wenn ihr die Auszahlungsphase später plant (Entnahmeplan vs. Rente), werdet ihr schnell merken: Diese paar Punkte Renditeunterschied vorher rechnen sich dann massiv. Das Sparbuch ist und bleibt inflationsschädlich, auch bei 2,5%.
Sabine B.:
Nach meiner Auszeit bin ich da eher klassisch: Ein Sparbuch bei meiner Hausbank, weil ich die Abläufe kenne und die Hausbank mir schon gezeigt hat, wie das mit der Förderanrechnung läuft nach meiner Unterbrechung. Gibt mir Sicherheit, auch wenn die Rendite nicht top ist.