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Wie funktioniert eigentlich die 100.000€ Einlagensicherung beim Tagesgeld?

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Thomas77
Beiträge: 28
Themenstarter
(@thomas77)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#24]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, mein Geld für die nächsten Monate zu parken und überlege zwischen verschiedenen Tagesgeldanbietern. Überall wird mit der "gesetzlichen Einlagensicherung bis 100.000€" geworben, aber ehrlich gesagt verstehe ich nicht so ganz, wie das funktioniert.

Wenn ich jetzt 120.000€ auf einem Tagesgeldkonto habe - sind dann nur 100.000€ geschützt und die anderen 20.000€ weg, falls die Bank pleite geht? Oder gilt das pro Bank? Also könnte ich theoretisch 100.000€ bei Bank A und nochmal 100.000€ bei Bank B anlegen?

Und wie ist das mit Sparbüchern - ist da die Sicherung genauso? Ich plane nämlich gerade meine Finanzen für den Urlaub im August und die Renovierung der Klimaanlage neu und will wissen, wie sicher mein Geld wirklich ist.

Gibt es auch Banken, die über diese 100.000€ hinaus noch zusätzlich absichern? Hab mal was von "freiwilliger Einlagensicherung" gehört, aber kenne mich da nicht aus.

Danke schon mal für eure Hilfe!


2 Antworten
Lisa-Weber
Beiträge: 30
(@lisa-weber)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Die 100.000€ gelten pro Bank und Person, das stimmt. Bei Ehepartnern sogar doppelt, also 200.000€ pro Bank wenn ihr ein Gemeinschaftskonto habt.

Aber pass auf bei ausländischen Banken! Die haben zwar auch die EU-Einlagensicherung, aber wenn's hart auf hart kommt, kann das schon mal dauern bis du dein Geld wiedersiehst. Hatte mal 'ne Bekannte bei einer zypriotischen Bank...

Für deine Klimaanlage würd ich ehrlich gesagt bei deutschen Banken bleiben. Dauert zwar 'n bisschen länger mit der Zinsgutschrift manchmal, aber dafür schläfst du ruhiger.


Antwort
A.Bergmann
Beiträge: 34
(@a-bergmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hi Thomas77,

die gesetzliche Einlagensicherung funktioniert tatsächlich pro Bank und Kunde. Das heißt, bei jeder Bank sind deine Einlagen bis 100.000€ geschützt - egal ob Tagesgeld oder Sparbuch. Wenn du also 120.000€ hast, könntest du problemlos 100.000€ bei Bank A und 20.000€ bei Bank B anlegen, dann wären beide Beträge vollständig abgesichert.

Bei deutschen Banken gibt es zusätzlich oft noch die freiwillige Einlagensicherung. Die Sparkassen haben ihren eigenen Haftungsverbund, bei Genossenschaftsbanken gibt es die BVR-Institutssicherung. Da sind dann auch höhere Beträge geschützt, meist sogar unbegrenzt.

Privatbanken haben den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken - der sichert deutlich mehr als die gesetzlichen 100.000€ ab, je nach Bankgröße.

Für deine Urlaubsplanung: Solange du nicht bei irgendwelchen dubiosen ausländischen Direktbanken anlegst, brauchst du dir eigentlich keine Sorgen zu machen. Bei der ganzen Rentendiskussion vergisst man manchmal, dass Tagesgeld für den Notgroschen nach wie vor sehr sicher ist.


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