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Inflationsausgleich unmöglich: Verliere ich mit Tagesgeld real 2-3% pro Jahr?

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L.Weber
Beiträge: 33
Themenstarter
(@l-weber)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#19]

Hallo zusammen,

ich sitze gerade bei 32°C im Büro und grüble über meine Altersvorsorge nach. Hab mal nachgerechnet und bei der aktuellen Inflation von knapp 3% und meinem Tagesgeld mit 1,8% Zinsen verliere ich ja real etwa 1,2% pro Jahr an Kaufkraft.

Bei 25 Jahren bis zur Rente wären das über 25% weniger Kaufkraft! Dabei dachte ich immer, Tagesgeld wäre wenigstens sicher. Aber wenn die Preise schneller steigen als die Zinsen, ist das ja auch nicht mehr sicher.

Jetzt frage ich mich: Soll ich für die Altersvorsorge komplett auf ETFs umsteigen? Das neue Altersvorsorgedepot 2027 kommt ja bald und da sind ETFs auch gefördert. Aber was, wenn die Märkte crashen kurz bevor ich in Rente gehe?

Wie macht ihr das? Akzeptiert ihr den schleichenden Wertverlust beim Tagesgeld oder geht ihr das Risiko mit Aktien ein? Und wie sieht's mit dem Garantieprodukt im neuen Depot aus - bringt das wenigstens Inflationsausgleich?

Bin echt unschlüssig und würde mich über eure Erfahrungen freuen.

Gruß
L.Weber


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3 Antworten
Max-Bauer
Beiträge: 3
(@max-bauer)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Muss Stefan widersprechen - so einfach ist das nicht. Ja, Inflation frisst die Kaufkraft, aber bei ETFs kann dich ein Crash kurz vor der Rente komplett ruinieren. Hab das 2008 bei meinem Vater miterlebt.

Das Problem beim Renditerechner ist: Die meisten berücksichtigen nicht die Sequence-of-Returns-Risk. Wenn die Märkte in deinen letzten 10 Jahren vor Rente schlecht laufen, hilft dir auch die beste langfristige Performance nichts.

Beim neuen Depot würde ich definitiv das Garantieprodukt nehmen. 80% Schutz ist immer noch besser als kompletter Verlust. Und die 25 Cent Förderung pro Euro kriegst du auch noch dazu. Real betrachtet kommst du damit wahrscheinlich besser weg als mit reinem ETF ohne Förderung.


Antwort
VorsorgeNeuling
Beiträge: 19
(@vorsorgeneuling)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ist echt schwierig... Hab ähnliche Überlegungen wie du. Bei mir sind's sogar nur noch 2 Jahre bis zur Rente und da macht das neue Depot wahrscheinlich nicht mal Sinn.

Aber eine Sache hab ich gelernt: Inflation ist nicht immer 3%. Mal ist sie höher, mal niedriger. Und Tagesgeldzinsen passen sich langfristig meist an. In den 80ern gab's mal 8% Zinsen!

Vielleicht ist ein Mix wirklich das Beste. Bisschen Tagesgeld für die Sicherheit und den Rest in ETFs.


Antwort
Stefan_78
Beiträge: 28
(@stefan_78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Du hast völlig recht mit deiner Rechnung! Hatte das gleiche Problem und bin deshalb schon vor zwei Jahren komplett auf ETFs umgestiegen. Klar, das Risiko ist höher, aber langfristig (und 25 Jahre sind SEHR langfristig) haben Aktien historisch immer die Inflation geschlagen.

Beim neuen Altersvorsorgedepot wird's interessant: Das Standarddepot mit ETFs bekommt die volle Förderung, aber ohne Garantie. Das Garantieprodukt hat 80% Schutz, aber die Rendite wird wahrscheinlich auch nur knapp über Inflation liegen. Wobei man sich noch nicht sicher sein kann - die Details kommen erst Ende des Jahres.

Mein Tipp: Diversifizieren! 70% ETFs für Rendite, 30% Tagesgeld für Sicherheit. So hast du wenigstens eine Chance auf realen Wertzuwachs.


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