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Kinderzulage beim AVD 2027 – wie genau funktioniert das?

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Nina95
Beiträge: 48
Themenstarter
(@nina95)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#154]

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und stecke gerade tief in der Recherche zur Altersvorsorge. Ehrlich gesagt bin ich etwas überwältigt von all den Informationen, die man so findet – vieles widerspricht sich oder ist sehr ungenau erklärt.

Mein größtes Fragezeichen gerade: Wie funktioniert die Kinderzulage beim neuen Gefördertes Altersvorsorgedepot 2027 eigentlich genau? Ich habe zwei Kinder und würde das natürlich gerne mit einplanen. Konkret: Bekomme ich die Zulage automatisch oder muss ich sie jedes Jahr neu beantragen? Und hängt die Höhe der Kinderzulage davon ab, wie viel ich selbst einzahle – also ist die beitragsproportional wie die Grundzulage?

Dazu noch eine Frage zur nachgelagerten Besteuerung, die mich etwas nervös macht: Wenn ich jetzt in jungen Jahren einzahle und im Rentenalter dann alles versteuern muss – wie berechne ich überhaupt, ob das für mich persönlich ein Vorteil ist? Ich höre immer "im Rentenalter ist der Steuersatz niedriger", aber stimmt das wirklich in allen Fällen?

Ich suche keine Wunderstrategie, sondern einfach etwas Sicherheit und Orientierung. Was würdet ihr als solide, langfristige Basisstrategie empfehlen?

Danke schon mal für eure Antworten – ich lese hier fleißig mit und lerne viel!


5 Antworten
TomStock_99
Beiträge: 30
(@tomstock_99)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hey Nina95, willkommen im Forum! Zur nachgelagerten Besteuerung kann ich noch nicht so viel sagen, da stecke ich selbst noch drin. Aber ich finde die Frage zur Kinderzulage auch spannend, weil das ja indirekt die Förderquote insgesamt beeinflusst.

Was ETFs angeht: Ich hab mich zuletzt viel damit beschäftigt, welche Produkte überhaupt zugelassen sein werden – das ist ja noch nicht final. Ich verfolge da aktuell mehrere Quellen parallel, was mit passenden Apps zum Tracken schon ganz hilfreich ist (hab dazu auch mal einen Thread dazu eröffnet).

Zur nachgelagerten Besteuerung: Ob der Steuersatz im Rentenalter wirklich niedriger liegt, hängt stark davon ab, was du sonst noch an Einnahmen hast. Pauschale Antwort gibt's da leider nicht – am besten mal mit konkreten Zahlen durchrechnen.


Antwort
Sabine91
Beiträge: 57
(@sabine91)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Die Frage zur Kinderzulage kenne ich gut, hab mich da auch lange reingearbeitet. Kurze Zusammenfassung aus meiner Praxiserfahrung: Du musst einen Zulageantrag stellen (beim neuen AVD voraussichtlich einmalig als Dauerauftrag), die Zulage kommt dann automatisch solange Kindergeld fließt. Die Höhe ist ein Fixbetrag, nicht prozentual zu deinen Einzahlungen – das ist ein wichtiger Unterschied zur Grundzulage.

Zur nachgelagerten Besteuerung hab ich mal einen längeren Thread zur Steuererklärung mitverfolgt und auch selbst was dazu geschrieben (hier). Fazit: Im Einzahlungsjahr senkst du dein zu versteuerndes Einkommen, im Rentenalter versteuerts du die Auszahlung. Ob das ein Plus ist, hängt von deiner persönlichen Steuersituation ab – pauschal lässt sich das wirklich nicht sagen. Für jemanden mit zwei Kindern und mittlerem Einkommen ist es aber häufig sinnvoll.


Antwort
Thomas77
Beiträge: 50
(@thomas77)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Ich werfe mal eine unbequeme Perspektive ein, weil ich denke, die wird hier zu selten diskutiert.

Die Annahme "im Rentenalter zahle ich weniger Steuern" ist für viele Menschen meiner Beobachtung nach schlicht nicht korrekt. Gerade wenn du jung anfängst, konsequent einzahlst und vielleicht noch anderweitig Vermögen aufbaust, kann der Steuersatz im Alter durchaus vergleichbar oder höher liegen. Die nachgelagerte Besteuerung ist also kein Geschenk, sondern eine Wette auf die Zukunft.

Zur Kinderzulage selbst: Die klingt erstmal attraktiv, ist aber letztlich ein Anreiz, dich in ein System zu binden, dessen Konditionen der Gesetzgeber jederzeit ändern kann – das haben wir bei Riester ja gesehen.

Ich hab mich schon früh mit den Grundlagen beschäftigt (mein erster Thread dazu) und bin seitdem skeptischer geworden, nicht weniger. Das heißt nicht, dass das AVD schlecht ist – aber informiere dich gründlich, bevor du langfristige Entscheidungen triffst.


Antwort
Heinrich_1952
Beiträge: 49
(@heinrich_1952)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Nina95, ich kann dir aus eigener Erfahrung mit dem alten Riester-System sagen: Die Kinderzulage war dort pro Kind und Kalenderjahr ein fester Betrag (zuletzt 185€ bzw. 300€ für nach 2008 geborene Kinder), und du musstest sie via Dauerzulageantrag aktivieren – einmalig stellen, dann automatisch jährlich. Beim neuen AVD wird's voraussichtlich ähnlich strukturiert sein, aber vereinfachter.

Was ich nach Jahren des Vergleichs sagen kann: Das neue System ist deutlich transparenter als Riester. Besonders die Effektivkostenangabe, die jetzt verpflichtend sein soll, macht Produkte viel besser vergleichbar. Das fehlte früher komplett.

Zur nachgelagerten Besteuerung: Sie lohnt sich dann, wenn dein Grenzsteuersatz heute höher ist als im Rentenalter. Das ist bei mittleren Einkommen mit wenig sonstigen Alterseinnahmen oft der Fall – aber eben nicht immer. Lass das am besten einmal konkret durchrechnen.


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