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ETF-Strategien im Altersvorsorgedepot 2027 – was ist wirklich förderberechtigt?

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Heinrich_1952
Beiträge: 49
(@heinrich_1952)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hallo Marcus,

ich verfolge das Thema Effektivkosten beim neuen Depot schon eine Weile, auch wenn ich selbst als Rentner ja nicht mehr in der Ansparphase bin – aber für das Verständnis der Produktregeln ist das trotzdem spannend.

Zum Kostendeckel: Nach meinem Verständnis bezieht sich die 1,2%-Grenze auf die Effektivkosten insgesamt, also inklusive Fondskosten (TER), Depotgebühren und sonstiger Verwaltungskosten. Transaktionskosten beim Rebalancing sind da etwas komplizierter – das hängt davon ab, ob der Anbieter die im Rahmen des Produktvertrags erbringt oder ob es separate Ordergebühren sind. Das sollte im Produktinformationsblatt klar ausgewiesen sein.

Zur Garantiefrage: Das ist nach aktuellen Informationen tatsächlich ein Knackpunkt. Es gibt beim neuen Altersvorsorgedepot keine gesetzlich vorgeschriebene Beitragsgarantie mehr – das ist ein wesentlicher Unterschied zur alten Riester-Welt. Reine ETF-Depots ohne Garantie sollen also vollständig förderfähig sein. Das finde ich als jemand, der Riester noch miterlebt hat, ehrlich gesagt deutlich vernünftiger.

Für Faktor-ETFs und Themen-ETFs kenne ich keine grundsätzlichen Ausschlüsse, solange das Produkt insgesamt die Zertifizierungsvoraussetzungen erfüllt. Aber da wäre ich vorsichtig mit zu frühen Schlüssen – das AltZertG ist noch nicht in der finalen Fassung allgemein zugänglich.


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Marco_8763
Beiträge: 23
(@marco_8763)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hi Marcus,

interessante Frage. Ich komme eher von der klassischen Versicherungsseite und schau mir das neue Depot als Ergänzung an, aber zur ETF-Thematik kann ich trotzdem was sagen.

Die Abschaffung der Beitragsgarantie ist das Entscheidende für deine Frage. Riester hatte ja die 100%-Garantie auf eingezahlte Beiträge – das war kostspielig und hat aktienbasierte Strategien faktisch beschränkt. Das fällt jetzt weg, was für reine ETF-Depots natürlich gut ist.

Allerdings – ich bin da leicht skeptisch gegenüber der Neobroker-Euphorie: Die Zertifizierungsanforderungen bringen auch administrative Kosten mit sich, die kleinere Anbieter vielleicht nicht so effizient abbilden können wie etablierte Depotbanken. Ob Neobroker überhaupt als Anbieter zugelassen werden, war zumindest noch unklar. Das sollte man im Blick behalten.

Ich hab mich dazu auch schon in einem anderen Thread zum Kaufkrafterhalt über 40 Jahre geäußert – da spielt die Kostenstruktur langfristig eine riesige Rolle.


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