Hallo zusammen,
ich bin 28 und fange gerade an, mich intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot auseinanderzusetzen. Eine Frage beschäftigt mich aber immer noch: Macht es Sinn, jetzt im Sommer 2026 schon Geld beiseite zu legen und dann am 01.01.2027 direkt eine größere Summe einzuzahlen? Oder soll ich erst ab Januar monatlich anfangen?
Ich bin besonders interessiert, wie sich das auf die nachgelagerte Besteuerung auswirkt – also ob ich durch eine frühere Einzahlung (die ja technisch erst ab 2027 förderbar ist) irgendwie steuerlich benachteiligt werde. Und dann die Effektivkosten: Sinken die pro Transaktion, wenn ich weniger häufig einzahle, oder lohnt sich der regelmäßige Sparplan mehr?
Hat jemand von euch schon konkrete Zahlen durchgerechnet? Und wie seht ihr das psychologisch – hilft monatliche Disziplin oder ist ein größerer Kick zum Start motivierender?
Laura, da würde ich anders argumentieren: Wenn du ab Januar die beitragsabhängige Förderung kriegen willst – und die ist großzügig – dann solltest du von Tag 1 dabei sein. Monatliche Sparpläne haben den Vorteil, dass du deine Einzahlung den Schwankungen am Markt entsprechend verteilst (Cost Averaging). Bei der ETF-Rente als Anlagestrategie ist das über lange Zeiträume nachweislich effizienter als eine Einmalanlage. Für den Berufseinsteigerbonus lohnt sich der zeitnahe Einstieg definitiv.
Deine Frage zur nachgelagerten Besteuerung: Das macht keinen Unterschied, ob du monatlich oder einmalig einzahlst – relevant ist nur, wann du Geld entnimmst und wie dein Renteneinkommen dann aussieht.
Vorsicht: Das klingt alles zu schön, um wahr zu sein. Ich hab mir die Effektivkostenrechnung mehrmals angeschaut und finde immer noch versteckte Gebühren. Egal ob monatlich oder einmalig – es ist am sichersten, erst mal klein anzufangen und die Broker-Gebührenmodelle wirklich durchzuleuchten. Ich persönlich warte ab und vergleiche noch, wie realistisch ein Umstieg überhaupt ist.