Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mich auf den Start des Altersvorsorgedepots vorzubereiten und wollte die ruhigere Sommerzeit nutzen, um schon mal alles zu sammeln was man so braucht. Bin 30, angestellt, und hab bisher eigentlich nur ein normales ETF-Depot ohne irgendwelche Förderungen.
Jetzt hab ich versucht, mich durchzulesen was man zur Antragstellung alles brauchen wird, aber so richtig klar ist mir das noch nicht. Ich mein, bei manchen Dingen ist es ja logisch (Personalausweis, Steuer-ID usw.), aber ich frag mich ob da noch mehr drauf zukommt. Zum Beispiel:
- Braucht man irgendwelche Nachweise über den sozialversicherungsrechtlichen Status?
- Muss ich meinen Arbeitgeber involvieren, oder läuft das komplett alleine über mich?
- Gibt's bestimmte Bescheinigungen die man vorab beantragen muss, z.B. vom Finanzamt?
- Und wenn man noch keinen Anbieter hat – muss man den schon benennen oder läuft das parallel?
Ich frag jetzt schon im Juni weil ich nicht im Oktober mit der Suche anfangen und dann irgendwas vergessen will. Besonders wenn man dann noch im Urlaub ist und Ämter nicht erreichbar sind 😅
Falls jemand schon konkrete Infos hat oder sich ähnlich vorbereitet, wäre ich echt dankbar!
VG, Max
Guten Tag,
ich bin zwar schon Rentner und werde das Depot selbst nicht mehr nutzen, aber ich verfolge das Thema aufmerksam weil mein Enkel gerade anfängt zu arbeiten und ich ihm dabei helfen möchte, einen guten Start hinzulegen.
Aus meiner langen Erfahrung mit Behördengängen und Förderanträgen – ich hab das noch mit Riester, Eigenheimzulage und verschiedenen anderen Programmen erlebt – kann ich sagen: Bereitet euch immer auf mehr vor als das Minimum. Dokumente die man hat schadet nicht, Dokumente die man plötzlich braucht und nicht hat kosten Zeit.
Konkret würde ich empfehlen: Letzten Steuerbescheid griffbereit haben, Sozialversicherungsausweis (hat man meist sowieso), Personalausweis gültig prüfen und ggf. erneuern. Das klingt banal, aber ich hab öfter erlebt dass Ausweise abgelaufen waren genau dann wenn mans braucht.
Ich hab das Thema Unterlagen übrigens schon vor ein paar Wochen angesprochen: Unterlagen sammeln jetzt schon im Sommer - was wird alles benötigt? – vielleicht hilft dir das noch weiter.
Mit freundlichen Grüßen
Heinrich
Hi Max,
find ich super dass du das früh angehst! Ich hab mich da auch schon intensiver reingelesen, weil ich das Thema für meine eigene Planung tracked.
So wie ich das bisher verstehe, sind die Kernunterlagen für die Antragstellung beim Albieter:
- Personalausweis oder Reisepass (zur Identifizierung, läuft meist per Video-Ident)
- Steuerliche Identifikationsnummer (die 11-stellige, steht auf dem Steuerbescheid)
- IBAN für Einzahlungen und ggf. spätere Auszahlungen
- Bei Angestellten: in der Regel keine separate Arbeitgeber-Bescheinigung nötig, der Förderstatus wird über die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) abgeglichen
Was die ZfA-Verbindung angeht: Die wird zukünftig wohl weitgehend automatisch laufen, ähnlich wie bei Riester. Ob man dafür aktiv was beantragen muss oder ob der Anbieter das übernimmt, ist noch nicht 100% klar spezifiziert – da würd ich im Herbst nochmal genau hinschauen wenn die Anbieter ihre Onboarding-Prozesse veröffentlichen.
Ich hab übrigens mal einen Thread zu digitalen Tools gepostet, der da auch ein bisschen reinspielt: Welche digitalen Tools helfen bei der Vorbereitung aufs Altersvorsorgedepot 2027?
LG Lisa
Ich würd das nicht zu kompliziert machen ehrlich gesagt. Die Grunddokumente sind Standard: Ausweis, Steuer-ID, Bankverbindung. Fertig. Den Rest regelt der Anbieter im Hintergrund mit der ZfA.
Was ich aus meiner Beschäftigung mit dem Thema mitgenommen hab: Wichtiger als die Unterlagen ist die Wahl des Anbieters selbst, weil die Prozesse von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich sein werden. Manche machen alles digital in 10 Minuten, andere haben vielleicht noch Papierprozesse. Das ist eher der Flaschenhals, nicht das Zusammensuchen von Dokumenten.
Und nein, du musst deinen Arbeitgeber nicht involvieren. Das ist ein rein privater Vertrag zwischen dir und dem Anbieter.
Wie Heinrich oben sagt – Personalausweis auf Gültigkeit prüfen ist wirklich kein schlechter Hinweis. Klingt trivial aber passiert halt. Ich hab das bei nem Kollegen erlebt, der ist dann im Sommer in den Urlaub gefahren und wollte danach schnell alles erledigen... Bürgeramt hatte drei Wochen Wartezeit.
Ansonsten schließ ich mich dem an was hier steht: Steuer-ID, Ausweis, IBAN – das sind die drei Kernpunkte. Alles andere hängt vom Anbieter ab. Ich würd jetzt noch nicht zu viel Zeit reinstecken bis die Anbieter konkrete Checklisten veröffentlichen. Die werden das spätestens im Herbst tun.