Hallo zusammen, ich plane schon lange meine Rente mit 60 und freue mich riesig, dass das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 endlich bessere Renditen als die alte Riester-Rente ermöglicht. Aber jetzt mache ich mir ehrlich gesagt Sorgen: Was ist, wenn wir in eine Stagflation rutschen – also Stagnation plus hartnäckige Inflation? Das Szenario beschäftigt mich, weil ich das Gefühl habe, dass viele Depot-Szenarien nur von normalen Marktbedingungen ausgehen.
Meine Frage konkret: Wie würde ein Altersvorsorgedepot 2027 in einem Stagflations-Szenario performen? Sollte ich den Mix anders aufbauen? Macht dann ein höherer Anleihen-Anteil Sinn oder eher Aktien-ETFs? Und wie viel Spielraum hat man beim Umschichten innerhalb des Depots?
Meine bisherige Strategie war: diversifizieren, langfristig denken, mit Grundzulage maximieren. Aber in Stagflation dreht sich das Spielfeld ja komplett. Habt ihr Erfahrungen aus früheren Phasen oder konkrete Gedanken, wie man das Depot von Anfang an defensiver strukturiert, ohne zu viel Rendite zu opfern?
Hi Matthias, danke für die wichtige Frage. Ich bin ja noch relativ neu beim Ganzen, aber von dem, was ich bisher gelernt habe: In Stagflation leiden klassische Anleihen besonders, weil steigende Zinsen ihre Kurse drücken und die Inflation die reale Rendite auffrisst. Aktien-ETFs können zumindest theoretisch mitinflationieren, wenn die Unternehmen ihre Preise weitergeben können. Für den Start mit 28 muss ich ja noch nicht so defensiv denken wie du mit Blick auf 60er-Rente. Aber verstehe deine Sorge völlig. Finde es gut, dass du das jetzt durchdenkst und nicht erst 2027 anfängst zu zittern 😅