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[Gelöst] Zu viele ETFs im Depot ab 2027 – wann wird es unübersichtlich?

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Moritz H.
Beiträge: 24
Themenstarter
(@moritzhagedorn)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#95]

Hallo zusammen,

ic h bin 28 und will den Berufseinsteigerbonus mitnehmen, bevor die Altersgrenze 2027 vorbei ist. Das ist ja eine einmalige Chance. Jetzt grübel ich aber über die richtige Depotaufbau nach – und stoße dabei auf ein Problem:

Wenn ich mir ansehe, welche zertifizierten Produkte ab Januar 2027 angeboten werden, kann ich ja theoretisch Dutzende verschiedene ETFs kombinieren: Weltaktien-ETF, Emerging Markets, Anleihen aus verschiedenen Regionen, Rohstoffe vielleicht noch, Small Caps... Das klingt nach echter Diversifikation, aber irgendwann wird's doch einfach nur noch chaotisch, oder?

Meine Frage: Ab wann kippt es von sinnvoller Risikostreuung in unnötige Überengineering um? Wie viele verschiedene Positionen brauche ich wirklich, um Klumpenrisiken zu vermeiden, ohne dabei die Übersicht zu verlieren und ständig zu rebalancen? Habt ihr da eine Faustregel? Und spielt es eine Rolle, dass ich mit dem Bonus starte – sollte ich da anders diversifizieren als ohne?


2 Antworten
Gnter67
Beiträge: 51
(@gnter67)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Die Frühstart-Rente hab ich auch für meine Enkel im Kopf, und da merke ich: Je älter man wird, desto klarer sieht man, dass weniger mehr ist. Bei so langen Laufzeiten brauchst du keine 15 ETFs. Drei bis fünf gute Positionen – World, Emerging Markets vielleicht noch, und dann Anleihen entsprechend deinem Alter – das reicht völlig aus. Der Rest ist Beschäftigungstherapie.


Antwort
Markus B.
Beiträge: 26
(@markus8268)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das ist eine interessante Perspektive, Moritz. Aus Zertifizierungssicht ist wichtig: Die neuen Produkte müssen ab 2027 bestimmte Anforderungen erfüllen, aber das erzwingt nicht automatisch, dass du alle nehmen musst. Sinnvoll ist eher, dass deine Auswahl den Kriterien des AltZertG genügt – also Risikostreuung, Transparenz, nachvollziehbar für dich. Vier bis sechs diversifizierte Positionen mit klarem Ziel sind deutlich besser als zwanzig, bei denen du nicht mehr weißt, warum jede einzelne drin ist. Die Bonitätsverpflichtungen des Zertifizierungsverfahrens helfen dir dabei, gute von schlechten Produkten zu unterscheiden, aber nicht, dich vor Übergewichtung zu schützen.


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