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Deutsche Fintech-Apps vs US-Anbieter - welche Daten landen wo?

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Stefan87
Beiträge: 16
Themenstarter
(@stefan87)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#18]

Hi zusammen,

ich bereite mich schon mal auf 2027 vor und schaue mir verschiedene Apps für die Depot-Verwaltung an. Dabei fällt mir auf, dass viele der coolen neuen Features von amerikanischen Anbietern kommen (bessere KI-Analysen, automatische Kategorisierung etc.), aber ich bin etwas unsicher wegen dem Datenschutz.

Bei deutschen Apps wie der von Trade Republic oder Scalable Capital weiß ich wenigstens grob, dass DSGVO gilt. Aber wie sieht's mit Apps aus, die ihre Server in den USA haben? Gerade für das neue Altersvorsorgedepot wird ja einiges an sensiblen Finanzdaten anfallen.

Habt ihr euch schonmal Gedanken gemacht, welche Daten genau übertragen werden? Reichen die Depotübersichten oder gehen da auch persönliche Infos wie Gehalt, Steuerklasse etc. mit rüber? Ich plane gerade mein "Sommer-Projekt" für die Urlaubszeit und will mir ein vernünftiges System aufbauen, bevor es ernst wird.

Würde mich über eure Erfahrungen freuen - besonders wenn jemand schonmal genauer hingeschaut hat, was in den Datenschutzerklärungen steht.


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3 Antworten
HermannH_55
Beiträge: 16
(@hermannh_55)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Also ich sehe das etwas entspannter. Hab schon verschiedene internationale Apps ausprobiert und bisher keine Probleme gehabt. Die großen amerikanischen Anbieter haben auch ein Interesse daran, europäische Kunden nicht zu vergraulen.

Wichtiger finde ich die Funktionalität - wenn eine deutsche App nur die Hälfte kann, bringt mir der beste Datenschutz nix. Für sowas wie komplexe Finanzplanung sind die US-Tools einfach weiter.

Mein Kompromiss: Deutsche App für die tägliche Übersicht, amerikanische nur für spezielle Analysen ohne Kontoverknüpfung. Dann hab ich das Beste aus beiden Welten.


Antwort
Max-Bauer
Beiträge: 3
(@max-bauer)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ist definitiv ein wichtiges Thema! Ich hatte mich schonmal mit steuerlichen Details beschäftigt und dabei auch über Datenflüsse nachgedacht.

Grundsätzlich: Bei US-Anbietern landen deine Daten oft auf amerikanischen Servern, auch wenn sie DSGVO-konform werben. Das Privacy Shield Abkommen gibt's ja nicht mehr, also läuft das über "Standard Contractual Clauses". Klingt kompliziert, bedeutet aber: theoretischer Schutz, praktisch können US-Behörden trotzdem zugreifen.

Bei deutschen Fintechs bleiben die Daten meist in der EU. Trade Republic nutzt soweit ich weiß AWS in Frankfurt, das ist schonmal besser. Für die Altersvorsorge würde ich ehrlich gesagt nur deutsche/europäische Anbieter nehmen - da geht's um 40 Jahre Daten.


Antwort
S.Bergmann89
Beiträge: 29
(@s-bergmann89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Muss Max grundsätzlich zustimmen. Bei steuerlichen Sachen bin ich auch vorsichtig geworden.

Was oft übersehen wird: Viele Apps synchronisieren nicht nur Kontostände, sondern auch Transaktionshistorien, teilweise sogar Gehaltseingänge wenn du dein Girokonto verknüpfst. Das sind dann schon sehr detaillierte Profile.

Tipp: Schau in den App-Berechtigungen nach, was genau abgefragt wird. Banking-APIs geben oft mehr Daten frei als nötig. Bei europäischen Anbietern hast du wenigstens Auskunftsrechte nach DSGVO - kannst also nachfragen, was gespeichert wird.


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