Hallo zusammen,
ich vergleiche gerade die Rechner für mein geplantes Altersvorsorgedepot und bin total verwirrt. Der Sparplanrechner meiner Hausbank (Sparkasse) zeigt bei 200€ monatlich und 25 Jahren eine Endsumme von ca. 95.000€ an. Der Rechner von meinem Online-Broker dagegen kommt auf über 110.000€ bei den gleichen Parametern.
Ich hab die Eingaben mehrfach überprüft:
- Sparrate: 200€/Monat
- Laufzeit: 25 Jahre
- Angenommene Rendite: 5% p.a.
- Keine Sonderzahlungen
Wo liegt der Haken? Rechnet die Bank mit höheren Kosten oder versteckten Gebühren? Oder ist der Broker-Rechner zu optimistisch? Bei 15.000€ Unterschied ist das schon ein gewaltiger Batzen, besonders wenn man bedenkt, dass ich noch die ganze Urlaubszeit habe, um mich zu entscheiden.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Welchem Rechner soll ich trauen? Mir ist wichtig, dass ich realistische Zahlen für meine Planung hab und nicht später böse überrascht werde.
Danke schon mal für eure Hilfe!
Moin,
kann den beiden nur beipflichten. Ich bin vor zwei Jahren von DWS-Riester weg und hab dabei auch solche Rechner-Diskrepanzen erlebt. Problem ist oft auch die unterschiedliche Behandlung von Steuern und Zulagen.
Manche Rechner berücksichtigen die Förderung beim Altersvorsorgedepot (also die 50 Cent pro Euro bis 360€), andere nicht. Das kann bei deinen 200€ monatlich schon mal 100€ Unterschied pro Jahr machen.
Mein Tipp: Nimm den Rechner der ZfA oder einen unabhängigen. Und lass dir von beiden Anbietern ein konkretes Angebot mit allen Kosten geben - dann siehst du schwarz auf weiß, wer ehrlicher rechnet.
Kann L.Weber nur zustimmen. Wie ich schon bei der Betriebsrente-Diskussion geschrieben hab, sind versteckte Kosten der Killer für die langfristige Rendite.
Bei meiner Sparkasse wollten sie mir auch einen "Altersvorsorge-Fondssparplan" andrehen mit 5% Ausgabeaufschlag und 1,8% laufenden Kosten. Das ist Wahnsinn! Mittlerweile spare ich über Scalable mit ETFs und zahle 0,99€ pro Sparplanausführung bei 0,2% TER.
Die Rechner der Banken sind oft so programmiert, dass sie ihre teuren Hausprodukte gut dastehen lassen. Lass dich nicht verarschen.
Hi ETFsparplan34,
das ist tatsächlich ein häufiges Problem und die Erklärung ist meist in den Kostenansätzen zu finden. Banken rechnen oft mit ihren eigenen Produktkosten - bei aktiv verwalteten Fonds können das schnell 1,5-2,5% TER pro Jahr sein. Online-Broker hingegen kalkulieren meist mit ETF-Kosten von 0,2-0,8%.
Dazu kommen noch die laufenden Depotgebühren: Während viele Online-Broker kostenlose ETF-Sparpläne anbieten, verlangen Hausbanken oft 1-3€ pro Sparplanausführung plus Ausgabeaufschläge.
Bei deinem Beispiel macht sich das über 25 Jahre extrem bemerkbar. Wenn deine Bank mit 2% Gesamtkosten rechnet und der Broker mit 0,5%, dann erklärt das locker den Unterschied von 15.000€.
Mein Tipp: Schau dir die Kostenausweisung beider Anbieter genau an und rechne selbst mit einem neutralen Rechner nach. Dann siehst du, wer realistischer kalkuliert.