Moin zusammen, ich bin gerade dabei, meine Depot-Strategie ab 2027 final durchzurechnen – und bin dabei auf ein Problem gestoßen, das mich nicht loslässt.
Ich vergleiche mehrere Immobilienfonds für das neue Altersvorsorgedepot und merke: Die ausgewiesene TER (Total Expense Ratio) ist oft nur die halbe Wahrheit. Daneben gibt es Ausgabeaufschläge, Verwaltungsgebühren beim Fondsmanagement, Transaktionskosten beim Rebalancing und bei offenen Immobilienfonds sogar Rückgabegrundsätze, die faktische Kosten darstellen.
Meine Frage: Wenn ich die beitragsproportionale Förderung plus Grundzulage auf, sagen wir, 10.000 € jährlich rechne – wie sehr werden diese echten Gesamtkosten (nicht nur TER) meine Nettoförderung aufzehren? Und: Gibt es einen transparenten Weg, diese Verstecktkosten vor dem Kauf offenzulegen, oder muss ich hier wirklich alle Fondsprospekte einzeln durchforsten?
Ich will nicht erst 2028 feststellen, dass mir 15-20% der Förderung durch undurchsichtige Gebührenstrukturen verloren gehen. Hat jemand da schon konkrete Erfahrungen oder kennt Tools zur Vollkostenanalyse?
Das ist genau das Thema, das mich auch bewogen hat, stärker auf ETFs zu setzen. Bei meiner Frühstart-Planung für die Rente mit 60 kann ich mir solche Effizienzverluste einfach nicht leisten – jedes Prozent Gebühren kostet mich über 30+ Jahre echte Rendite.
Hast du auch überlegt, Immobilien-ETFs zu nehmen? Die sind zwar nicht das klassische Immobilienfonds-Gefühl, aber für die Förderung ab 2027 deutlich transparenter und kostengünstiger. Bei deiner Förderrechnung müsstest du dann nicht mit versteckten Kosten rechnen.
Gute Frage, Bernd. Ich habe mich damit auch auseinandergesetzt – der Knackpunkt ist wirklich, dass TER nur die laufenden Verwaltungskosten abdeckt. Bei Immobilienfonds kommen hinzu:
- Ausgabeaufschlag (oft 4-6%, aber manchmal über Rabattbroker reduziert)
- Managementgebühren zusätzlich zur TER
- Bei offenen Fonds: Bid-Ask-Spreads und Rücknahmegebühren (können 1-3% sein)
- Transaktionskosten beim rebalancing
Mein Tipp: Immobilien-ETFs oder REIT-ETFs vergleichen – die haben meist 0,3-0,6% TER und deutlich weniger versteckte Kosten. Die kann man auch transparent analysieren. Aber Immobilienfonds selbst? Prospektlesen ist leider unvermeidlich, sorry.
Die Prospekt-Lektüre ist mühsam, aber notwendig. Was mir geholfen hat: Bei der Bank nachfragen, ob es Gebührenübersichten gibt – manche Institute stellen die zur Verfügung. Sonst wirklich: Prospekt + Kosteninformation per Gesetz transparent gemacht.