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Nebenkosten beim Immobilienkauf oft unterschätzt - Erfahrungen?

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Gerhard_1951
Beiträge: 53
(@gerhard_1951)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Matthias, das ist ein Thema das ich aus eigener Erfahrung sehr gut kenne. Ich hab vor vielen Jahren eine Eigentumswohnung gekauft und damals die Nebenkosten erheblich unterschätzt.

Bei uns in Bayern war allein die Grunderwerbsteuer ein dicker Posten – die variiert ja je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent. Dazu kamen Notargebühren und Grundbuchkosten von zusammen rund 1,5 bis 2 Prozent, und da war noch kein Makler im Spiel. Mit Makler hätte es nochmal 3 bis 3,5 Prozent obendrauf gegeben.

Was viele wirklich vergessen: Direkt nach dem Kauf fallen oft kleinere Reparaturen an, die man vorher nicht gesehen hat oder die im Kaufvertrag nicht erfasst wurden. Ich würde immer empfehlen, vor dem Kauf einen unabhängigen Bausachverständigen hinzuzuziehen – das kostet ein paar hundert Euro, kann aber vor teuren Überraschungen schützen.

Ich hab in einem anderen Thread hier mal geschrieben, dass man gerade bei größeren Rentenlücken nicht alles auf eine Anlageklasse setzen sollte – das gilt aus meiner Sicht auch hier. Das Depot 2027 und eine Immobilie müssen sich nicht ausschließen, aber die Liquidität muss stimmen.


Antwort
ETFSparplan47
Beiträge: 27
(@etfsparplan47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Da muss ich RentenPro47 zustimmen, wobei ich einen anderen Aspekt ergänzen möchte.

Die einmaligen Nebenkosten beim Kauf sind das eine. Was aber viele bei der Renditerechnung vergessen sind die laufenden Nebenkosten danach: Grundsteuer (die übrigens gerade in vielen Bundesländern neu berechnet wird), Gebäudeversicherung, Rücklagen für Instandhaltung, eventuell Hausverwaltung.

Bei Eigentumswohnungen kommen noch die Hausgeldkosten dazu. Ich kenn Fälle wo das monatliche Hausgeld höher war als erwartet und die Renditerechnung komplett umgeworfen hat.

Ich beschäftige mich parallel intensiv mit dem Altersvorsorgedepot 2027 und finde es sinnvoll, Immobilie und Depot als getrennte Posten im Gesamtportfolio zu rechnen – nicht vermischen. Die Förderung im Depot gilt ja nur für das Depot selbst, nicht für Immobilienkäufe.


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