Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit der Vorbereitung auf das neue Altersvorsorgedepot ab 2027. Als Rentner mit kleiner Rente bin ich über meine Frau mittelbar förderberechtigt, und wir möchten die Grundzulage optimal nutzen.
Jetzt frage ich mich: Macht es Sinn, mehrere Tagesgeldkonten bei verschiedenen Banken zu eröffnen? Ich habe gelesen, dass die Einlagensicherung pro Bank 100.000€ schützt. Wenn wir beide zusammen sparen, könnte das ja relevant werden. Andererseits kostet mich jedes zusätzliche Konto Zeit und Verwaltungsaufwand – und bei schmaler Rente zählt jeder Euro.
Sollte ich lieber alles auf einem Konto konzentrieren bis Januar 2027, oder ist die Streuung über mehrere Institute sinnvoll als Sicherheitsmaßnahme? Und spielt es eine Rolle, ob es um den reinen Notgroschen oder um die Sparquote fürs Depot geht?
Freue mich über praktische Erfahrungen und Tips, wie andere das handhaben.
Grüße, H.Weber
Meiner Erfahrung nach ist das tatsächlich ein häufiger Denkfehler. Viele sehen in mehreren Konten quasi automatisch mehr Sicherheit – aber das stimmt nur bedingt. Die 100.000€-Grenze pro Bank ist ja kein Problem für Geringsparer, solange ihr gemeinsam nicht massiv über dem Limit liegt.
Was mich irritiert: Viele planen ihre Kontostruktur für die Depot-Phase, ohne zu bedenken, dass die Förderabwicklung selbst komplexer wird, wenn man zerstreut ist. Ich hab mir in dem Zusammenhang auch mein Portfolio angesehen – und festgestellt, dass Redundanz beim Tagesgeld nicht automatisch bessere Rendite bringt, sondern eher Komplexität. Siehe auch mein Thread zu Sparbuch und Diversifikation – bei Sicherheit ist weniger oft mehr.
Meine Faustregel: Ein Tagesgeldkonto bei einer soliden Bank reicht völlig aus. Lieber die ersparte Zeit nutzen, um die Depotstruktur richtig zu planen.