Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit zwei Jahren intensiv mit ETF-Sparplänen und bereite mich gezielt auf das Altersvorsorgedepot 2027 vor. Dabei stoße ich immer wieder auf ein Problem, das mir nicht aus dem Kopf geht:
Wenn ich jetzt (September 2026) eine garantierte Rente mit z.B. 2,5% Garantiezins abschließe, die mir ab 67 monatlich X Euro auszahlt – wie realistisch ist es, dass diese Summe in 35 Jahren noch echte Kaufkraft hat? Bei einer angenommenen Inflation von nur 2% pro Jahr verliere ich doch kontinuierlich an Wert.
Ich verstehe, dass Versicherungsprodukte Sicherheit bieten, aber ich frage mich: Sollte ich im neuen Depot lieber auf ein flexibles ETF-Standarddepot setzen und selbst eine Entnahmestrategie planen? Oder gibt es Garantieprodukte, die einen echten Inflationsschutz bieten – nicht nur hübsche Zahlen auf dem Papier?
Wie geht ihr damit um? Habt ihr konkrete Berechnungsansätze, um realistisch zu planen?
Das ist exakt die Frage, die ich mir auch stelle – und ehrlich gesagt bin ich da skeptisch. Ich habe mich vorher schon mit den AltZertG-Effektivkosten auseinandergesetzt, und jetzt bei der Kaufkraft ist es ähnlich: Die Versicherer rechnen mit ihren eigenen Inflationsannahmen. Wenn die Realinflation höher liegt (und zwischen 2010 und heute war sie teilweise deutlich höher), zahlst du den Differenzbetrag einfach selbst.
Meine Faustregel: Garantiert 2,5% bei erwarteter 2% Inflation klingt nach +0,5% Realrendite. Aber das ist *nominal* garantiert, nicht *real*. Nach Kosten sinkt das noch weiter. Im Depot hast du zumindest Chancenrendite, falls die Märkte besser laufen – und du behältst die Flexibilität. Welche Kostenquoten haben denn die Garantieprodukte, die dir angeboten wurden?