Hallo zusammen,
ich beschäftige mich jetzt schon intensiv mit den Versicherungsprodukten, die ich ab 2027 ins neue Altersvorsorgedepot nehmen könnte. Aber ehrlich gesagt bin ich verunsichert bei einem grundsätzlichen Problem:
Wenn ich heute eine garantierte Rente mit z.B. 1,5% Garantiezins abschließe oder eine klassische Versicherung mit Überschussbeteiligung wähle – wie realistisch kann ich da mit Kaufkraft rechnen, wenn die Inflation die nächsten 30 Jahre im Schnitt bei 2-3% liegt? Das bedeutet ja rechnerisch, dass meine garantierte Rente real an Wert verliert.
Ich finde viel Marketing-Sprech, aber wenig ehrliche Zahlenbeispiele. Wie gehen erfahrene Sparer damit um? Gibt es bei Versicherungen echte Inflationsschutz-Klauseln, die das wirklich kompensieren – oder ist das nur Kosmetik? Und: Macht es dann nicht mehr Sinn, lieber ein ETF-Depot zu fahren und später flexibel zu entnehmen?
Mich interessieren da weniger Versprechungen als ehrliche Szenarien. Was sind eure praktischen Erkenntnisse?
Das ist wirklich der Knackpunkt bei allen klassischen Renten derzeit. Ich habe mir die Szenarien auch durchgerechnet – und ja, die reale Kaufkraft schrumpft bei garantierten 1,5% und erwarteter 2,5% Inflation zwangsläufig.
Wo die Versicherer noch 'gegensteuern' können: bessere Überschussbeteiligung als früher und die neuen AVD-Produktregeln ab 2027, die ETF-Anteile im Versicherungsmantel erlauben. Das hilft zumindest strukturell.
Absolute Empfehlung würde ich nicht geben, aber ein reines Garantieprodukt als Altersvorsorge bis 2055 hinein? Eher kritisch. Eher ein Kern-Satelliten-Ansatz: stabiler Kern mit moderaten Garantien, dynamischer Teil über ETFs. Das ist auch im neuen Depot ab 2027 deutlich besser umsetzbar als in alten Versicherungspolicen.