Hallo zusammen, ich bin jetzt seit 25 Jahren in der Immobilienbranche tätig und habe wie viele in meiner Generation eine Riester-Rente abgeschlossen. Aktuell zahle ich monatlich rein, aber seit ich mich mit dem neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 auseinandersetze, frage ich mich ernsthaft: Lohnt es sich noch, die Riester weiterlaufen zu lassen?
Meine Situation: Ich bin Mitte 50, habe eine ganz normale Riester mit klassischer Garantie und magerer Rendite. Die Gebühren sind auch nicht ohne. Wenn ich 2027 starte, könnte ich das neue Depot mit staatlicher Förderung nutzen – aber muss ich dann die alte Riester sofort kündigen oder kann ich parallel laufen lassen?
Meine Überlegung: Vielleicht macht es Sinn, die Riester beitragsfrei zu stellen und das Geld ins AVD zu packen? Oder sollte ich die ganz abwickeln und neu anfangen? Ich möchte da keine dämliche Entscheidung treffen und verliere den Überblick über die Förderung und Besteuerung.
Wer hat ähnliche Überlegungen und wie seid ihr vorgegangen? Danke für Tipps aus Erfahrung!
Mich würde interessieren: Bekommst du noch Arbeitgeberzuschuss zur Riester oder zahlst du das komplett selbst? Das ändert die Rechnung erheblich. Wenn Arbeitgeber mitwirkt, würde ich die Riester mindestens behalten. Ansonsten: Beitragsfrei stellen und ab 2027 voll ins neue System – so siehst du nach ner Weile, ob die alte Police dir noch nutzt oder ob du sie 2030 einfach laufen lässt.
Hey Werner, super dass du das Thema anpackst! Bei mir wars ähnlich – ich hab meine alte Riester jetzt beitragsfrei gestellt. Vorteil: Die läuft still weiter, ich krieg noch 'n bisschen Garantie mitgenommen, und ab 2027 kann ich vollgas ins AVD geben. Die Riester besteuerung im Alter bleibt eh kompliziert, aber so hab ich zumindest nicht alles auf eine Karte gesetzt. Würde sagen: Beitragsfrei stellen ist der Weg der Mitte.
Kurze Antwort: Beitragsfrei stellen, nicht kündigen. Die Kapitalisierung bleibt dir erhalten und du schließt die Tür nicht zu. Für deine Altersvorsorge ab 2027 startest du dann mit frischem Depot und sparst dir weitere 20+ Jahre Gebührenblutungen bei klassischen Produkten.
Werner, interessante Frage! Ich hätte da gerne ein paar Zahlen: Wie hoch ist deine aktuelle Sparquote in der Riester und welche Gebührenquote fällt an? Das Kernproblem ist ja, dass die meisten klassischen Riester-Verträge bei niedrigen Zinsen unterdurchschnittliche Realrenditen abwerfen. Im AVD ab 2027 kriegst du dann sofort die Förderung mit und kannst flexibler in ETFs investieren. Meine Analyse: Bei 2% Gebührenquote plus Niedrigzinsen wäre ein Wechsel mathematisch wahrscheinlich sinnvoller als Parallelführung.