Hallo zusammen,
ice bin seit Jahren dran, meine Effektivkosten in verschiedenen Vorsorgemodellen durchzurechnen – und jetzt stellt sich mir die Riester-Frage neu. Ich hab eine Riester-Rentenversicherung, die seit 2008 läuft, mit klassischen Garantien und den üblichen Kosten, die mir im Laufe der Jahre immer dubioser vorkommen. Gesamtvolumen ~45.000 € angesammelt.
Bisher dachte ich: Mitlaufen lassen bis 2027, dann gucken. Aber jetzt hab ich gelesen, dass die Auszahlung aus einer klassischen Riester-Police bei gleichzeitiger Eröffnung eines Altersvorsorgedepots möglicherweise steuerlich ungünstiger wird – wegen der nachgelagerten Besteuerung und der Förderhistorie, die ja erhalten bleiben muss.
Meine Frage: Lohnt es sich, die Police jetzt (August 2026) zu kündigen und die Rückkaufssumme woanders zu parken? Oder sollte ich wirklich bis 2027 warten und dann strategisch umschichten? Hat jemand ähnliche Szenarien durchgerechnet?
Mich interessiert vor allem: Was sind die echten Kostenersparnis beim Wechsel vs. die versteckten steuerlichen Fallstricke?
Danke, dass du diese Frage stellst – ich beschäftige mich gerade intensiv damit, wie die nachgelagerte Besteuerung sich auswirkt. Bei mir ist die Situation etwas anders (ich steige ja erst jetzt wieder ins Berufsleben ein), aber das Grundproblem kenne ich: Diese ganzen Förderbestimmungen bei Riester sind ja irgendwie darauf ausgelegt, dass man nicht vorzeitig kündigt.
Von dem, was ich bislang verstanden habe, solltest du vor Kündigung unbedingt checken, ob deine Riester-Police in einen sogenannten Rückabwicklungsprozess der Förderung führt – das kann teuer werden. Und bei der nachgelagerten Besteuerung im neuen Depot bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob sich das überhaupt lohnt, die Summen zu vermischen.
Vielleicht wäre ein Gespräch mit nem Steuerberater da nicht dumm? Ich selbst mach das auch, bevor ich 2027 starte. Hast du mal gerechnet, wie viel die Effektivkosten deiner jetzigen Police pro Jahr waren?