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Riester-Umwandlung in gefördertes Depot: Steuerliche Fallen?

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VorsorgePro58
Beiträge: 36
Themenstarter
(@vorsorgepro58)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#12]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit der Umwandlung meines alten Riester-Vertrags in das neue geförderte Altersvorsorgedepot. Bin 58 und hab noch 9 Jahre bis zur Rente, deshalb könnte sich das noch lohnen.

Mein Berater meinte, das wäre alles kein Problem - einfach übertragen und weiter geht's mit der ETF-Anlage. Aber ich hab schon öfter gehört, dass bei solchen Umwandlungen steuerliche Tücken lauern können.

Konkret beschäftigen mich folgende Punkte:
1. Muss ich beim Übertrag irgendwelche Steuern nachzahlen?
2. Verliere ich meine bisherigen Förderbeträge oder werden die komplett übernommen?
3. Wie wirkt sich das auf die spätere Besteuerung in der Rente aus?
4. Gibt es eventuell einen Nachteil bei der späteren Auszahlung im Vergleich zu einem 'normalen' neuen Depot?

Hat jemand von euch schon mal so eine Umwandlung gemacht? Bin etwas verunsichert, weil ich nicht in eine Steuerfalle tappen möchte. Bei der Sommerhitze kann man sich ja schlecht konzentrieren, aber das Thema lässt mir keine Ruhe...

Freue mich über eure Erfahrungen!

Gruß
VorsorgePro58


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2 Antworten
A.Bergmann
Beiträge: 34
(@a-bergmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Wie Kritiker_77 schon sagt - da ist Vorsicht geboten! Ich hab mich bei der Rentenlücken-Diskussion schon mal zu dem Thema geäußert.

Besonders kritisch wird's, wenn du schon mal eine Riester-Entnahme für Wohneigentum gemacht hast. Die muss nämlich bei der Umwandlung vollständig zurückgeführt werden - sonst verlierst du die Förderung.

Und noch ein Punkt: Die Beitragszahlungen müssen nahtlos weiterlaufen. Wenn zwischen Kündigung des alten Vertrags und Start des neuen Depots eine Lücke entsteht, kann das förderunschädlich sein.

Meiner Ansicht nach solltest du wirklich einen Steuerberater konsultieren, bevor du den Schritt machst. Die paar Euro sind gut investiert.


Antwort
Kritiker_77
Beiträge: 24
(@kritiker_77)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Das ist wirklich ein komplexes Thema und dein Berater hat dir da etwas zu einfach geantwortet. Bei der Riester-Umwandlung gibt's durchaus ein paar Fallstricke.

Grundsätzlich ist der Übertrag der Förderbeträge möglich, aber du musst aufpassen: Wenn du in der Vergangenheit mal zu wenig eingezahlt hast und Förderung zurückzahlen musstest, kann das bei der Umwandlung nochmal relevant werden. Die Finanzverwaltung prüft das ziemlich genau.

Was die spätere Besteuerung angeht - da wird's interessant. Das neue Depot hat ja andere Auszahlungsregeln als klassische Riester-Verträge. Du kannst mehr als Kapital entnehmen, musst aber trotzdem den nachgelagert besteuerten Teil im Blick behalten.

Mein Tipp: Lass dir vom Anbieter eine schriftliche Aufstellung geben, wie sich deine bisherigen Förderbeträge und Eigenbeiträge zusammensetzen. Und hol dir 'ne zweite Meinung von einem unabhängigen Steuerberater ein.


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