Hallo zusammen,
ich stecke gerade mitten in der Urlaubsplanung und habe trotzdem noch Kapazität, mich um meine Altersvorsorge zu kümmern – irgendwie begleitet mich das Thema gerade überall hin 😅
Ich mache mir Gedanken, welche Zinsstruktur beim neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 eigentlich mehr Sinn ergibt. Ich hab gelesen, dass manche Anbieter wohl eher auf variable Zinsen setzen, andere bieten anscheinend feste Konditionen an – zumindest für Tagesgeld-ähnliche Bestandteile.
Jetzt frage ich mich: Was ist langfristig besser? Ich verstehe das Grundprinzip, aber wenn ich 30+ Jahre bis zur Rente habe, was spricht dann konkret für variable Zinsen, was dagegen? Bei festen Zinsen weiß ich wenigstens was ich bekomme – aber wenn die Zinsen steigen, bin ich doch eingesperrt, oder?
Und umgekehrt: Bei variablen Zinsen bin ich flexibler, aber wenn die EZB die Zinsen wieder senkt (was ja laut manchen Experten kommen soll), könnte ich schlimmstenfalls mit viel weniger Zins dastehen als gedacht.
Ich weiß, dass das Depot ab 2027 ja hauptsächlich auf ETFs und ähnliche Anlagen ausgerichtet ist, aber trotzdem spielen Zinsen doch irgendwie eine Rolle – zum Beispiel bei der Cashquote oder sicheren Bestandteilen.
Hat jemand dazu eine klare Meinung oder Erfahrung? Würde mich über sachliche Einschätzungen freuen!
Beim Altersvorsorgedepot 2027 ist der Zinsbaustein schlicht zu klein um da groß zu optimieren – investier lieber Zeit in die ETF-Auswahl, da holst du dir deutlich mehr raus als mit der Zinsstruktur-Frage.
Gute Frage, die ich mir beim Depotstart auch gestellt hab. Kurze Antwort vorweg: Für ein reines ETF-Depot spielt die Frage fester vs. variabler Zins eine ziemlich untergeordnete Rolle, weil der Großteil des Kapitals sowieso in Aktien-ETFs fließt und nicht in verzinsliche Produkte.
Aber wenn wir über den zinstragenden Anteil reden – also Cashquote, Tagesgeld-Puffer oder konservative Bestandteile – dann würde ich das so sehen: Variable Zinsen sind langfristig für jemanden mit 30 Jahren Anlagehorizont eigentlich eher vorteilhaft, weil man von zukünftigen Zinssteigerungen profitiert. Feste Zinsen sind nur dann sinnvoll, wenn du glaubst, dass das aktuelle Niveau dauerhaft hoch bleibt – und das ist historisch eher selten.
Ich hab damals bei Erste Einzahlung gemacht – was passiert jetzt eigentlich? gefragt wie die Geldflüsse im Depot funktionieren – da war der Zinsaspekt auch kurz Thema. Letztlich gilt: Je länger der Horizont, desto weniger starr sollte man sich auf feste Zinsen einlassen.
Ich seh das ein bisschen anders als Marcus. Der Zinsaspekt ist nicht ganz so irrelevant, wie es klingt – gerade für Leute, die eine konservativere Beimischung planen oder in der Anfangsphase noch nicht voll in ETFs einsteigen wollen.
Feste Zinsen bieten psychologische Stabilität, das sollte man nicht unterschätzen. Wenn Märkte crashen und man sieht, dass der zinstragende Teil trotzdem konstant läuft, hält man eher durch und verkauft keine ETFs in Panik. Das hab ich zumindest so aus Anfängerfehler beim Depotstart mitgenommen – emotionale Stabilität ist ein echter Faktor.
Variable Zinsen machen Sinn, wenn man aktiv beobachtet und ggf. umschichten kann. Für Berufseinsteigerinnen wie dich (nehme ich an?) würde ich sagen: Mach den ETF-Anteil groß, und beim Restzins ist variabel langfristig wahrscheinlich vorteilhafter – aber frag auch nochmal beim Anbieter nach, wie genau das bei dem neuen Depot ab 2027 überhaupt strukturiert ist. Da ist noch nicht alles final veröffentlicht.