Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit der Planung fürs neue Altersvorsorgedepot ab 2027 und bin etwas verwirrt wegen der Inflation. Überall lese ich, dass man die Inflation berücksichtigen muss, aber ich verstehe nicht so richtig, was das konkret für mich bedeutet.
Ich bin 28 und könnte ab 2027 monatlich 200€ einzahlen. Angenommen die Inflation bleibt bei 3% und mein ETF macht 6% pro Jahr - dann habe ich doch real nur 3% Rendite, oder? Aber wie rechne ich das über 37 Jahre bis zur Rente?
Und was passiert eigentlich mit meinem bereits angesparten Geld? Verliert das auch an Wert? Ich hab schon 15.000€ auf dem Tagesgeld liegen und überlege, ob ich das schon jetzt anders anlegen sollte, statt auf 2027 zu warten.
Bei den aktuellen Energiekosten für die Klimaanlage im Sommer merke ich jetzt schon, wie teuer alles wird. Macht es überhaupt Sinn, jetzt schon zu rechnen, oder soll ich erstmal abwarten wie sich die Preise entwickeln?
Kann mir jemand mal ein konkretes Beispiel rechnen?
Marc hat einen guten Punkt gemacht - die Inflation schwankt stark. In meinen Berechnungen gehe ich deshalb meist von einem Durchschnitt aus.
Was dein Tagesgeld angeht: Ja, es verliert real an Wert. Aber bedenke auch, dass du einen Notgroschen brauchst. Nicht alles sollte in Aktien-ETFs.
Für das Altersvorsorgedepot 2027 ist es übrigens egal, ob du vorher schon anlegst. Die Förderung gibt's zusätzlich zu allem anderen. Ich würde trotzdem empfehlen, schon jetzt einen Teil deiner 15.000€ zu investieren - aber eben nicht alles.
Hallo L.Weber,
die Inflation ist wirklich ein wichtiger Faktor, den viele unterschätzen. Bei 3% Inflation und 6% nominaler Rendite hast du tatsächlich etwa 3% reale Rendite - das ist richtig gerechnet.
Konkret bedeutet das: Deine 200€ heute haben in 37 Jahren nur noch die Kaufkraft von etwa 67€ (bei konstant 3% Inflation). Deshalb ist es so wichtig, dass deine Anlage die Inflation schlägt.
Bei ETF-Kosten verstehen hatte ich schon mal erklärt, wie sich Gebühren auf die Realrendite auswirken. Das solltest du auch einrechnen.
Zu deinen 15.000€ auf dem Tagesgeld: Die verlieren definitiv an Kaufkraft. Bei 0,1% Zinsen und 3% Inflation machst du real 2,9% Verlust pro Jahr. Überleg dir, ob du zumindest einen Teil schon jetzt anders anlegst - auch ohne das geförderte Depot.
Die Rechnung von LaraKoch stimmt soweit. Aber du solltest nicht vergessen, dass die Inflation nicht konstant bleibt. Mal sind's 2%, mal 4% oder mehr.
Beim Tagesgeld hast du recht - das ist momentan ein Verlustgeschäft. Ich hab schon vor Monaten umgeschichtet in ETFs. Warum warten bis 2027? Du kannst ja trotzdem zusätzlich das geförderte Depot nutzen.
Wegen der Klimaanlage: Kenne ich! Aber das sind halt einmalige Effekte. Die langfristige Inflation ist wichtiger für deine Altersvorsorge. Btw, eine gut gedämmte Wohnung spart auf Dauer mehr als die beste Geldanlage 😉