Seite wählen

Wie viele ETFs soll...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Wie viele ETFs sollte ein Berufseinsteiger maximal im Depot haben?

5 Beiträge
5 Benutzer
0 Reactions
3 Ansichten
Lisa-Weber
Beiträge: 33
Themenstarter
(@lisa-weber)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#36]

Hi zusammen!

Ich bin gerade mit dem Studium fertig und fange im August meinen ersten Job an (2400€ brutto, erstmal befristet). Hab schon viel über ETFs gelesen und will ab Januar 2027 gleich mit dem neuen Altersvorsorgedepot loslegen.

Jetzt bin ich aber total verwirrt wegen der Portfolio-Zusammenstellung. Überall lese ich andere Empfehlungen: manche sagen "nur ein MSCI World reicht", andere empfehlen 3-4 verschiedene ETFs (World, EM, Europa, Small Caps), wieder andere haben Listen mit 8+ ETFs für verschiedene Regionen und Sektoren.

Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, was für einen Berufseinsteiger wie mich sinnvoll ist. Einerseits will ich nicht zu kompliziert anfangen, andererseits soll das Geld ja die nächsten 40 Jahre für mich arbeiten und da will ich auch nichts falsch machen.

Meine Fragen:
- Wie viele ETFs sind für den Anfang optimal?
- Kann man auch mit nur einem ETF vernünftig vorsorgen oder ist das zu riskant?
- Ab welchem Sparbetrag macht eine Aufteilung auf mehrere ETFs überhaupt Sinn?

Bin für jeden Tipp dankbar! Die ganze Urlaubsplanung läuft gerade und ich will das Thema Altersvorsorge bis zum Jahresende durchdacht haben.

LG Lisa


4 Antworten
S.Weber
Beiträge: 9
(@s-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Moin Lisa,

ich seh das etwas kritischer. Mit nur 1-2 ETFs bist du schon sehr konzentriert auf bestimmte Märkte. Wenn du wirklich 40 Jahre Zeit hast, würde ich von Anfang an breiter streuen.

Mein Vorschlag: 4 ETFs maximum
- 50% MSCI World (Industrieländer)
- 20% Emerging Markets
- 20% Europa (Heimatmarkt-Bias)
- 10% Small Caps für extra Rendite

Ja ist komplexer, aber bei 40 Jahren Anlagehorizont machst du dir das Leben später leichter wenn du gleich richtig diversifiziert bist. Rebalancing 1x im Jahr reicht.

Bis 2027 kannst du ja erstmal "trocken üben" mit nem normalen Depot.

S.Weber


Antwort
LauraK
Beiträge: 23
(@laurak)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hi Lisa!

Kann H.Bergmann nur zustimmen - einfach anfangen ist wichtiger als das perfekte Portfolio.

Ich hab damals (bin jetzt 28) auch mit einem MSCI World ETF angefangen und erst nach zwei Jahren einen EM-ETF dazu genommen. Funktioniert super!

Bei 2400 brutto hast du vermutlich so 1800-1900 netto? Da würde ich mit 100-200€ Sparrate starten. Wenn du nur einen ETF nimmst, kannst du auch schon mit 50€ anfangen - bei zwei ETFs sollten es schon je 75-100€ sein.

Tipp: Nimm einen thesaurierenden ETF (reinvestiert die Dividenden automatisch), dann musst du dich um nix kümmern. Perfekt für Berufseinsteiger!

Laura


Antwort
H.Bergmann
Beiträge: 45
(@h-bergmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hallo Lisa,

glückwunsch zum Berufseinstieg! Bei der ETF-Anzahl gilt tatsächlich: weniger ist oft mehr, besonders am Anfang.

Meine Empfehlung für Berufseinsteiger: Start mit maximal 2-3 ETFs. Ein MSCI World als Basis (ca. 70-80%) plus eventuell ein Emerging Markets ETF (10-20%) - das reicht völlig. Manche nehmen noch einen kleinen Europa-Anteil dazu, aber das ist optional.

Wichtiger als die perfekte Diversifikation ist, dass du überhaupt anfängst und dabei bleibst. Bei deinem Gehalt würde ich erstmal mit einem Sparplan ab 100-150€ monatlich starten. Unter 50€ pro ETF macht wegen der Orderkosten wenig Sinn.

Den einen "perfekten" ETF gibt es nicht - ein MSCI World allein ist für den Start auch völlig in Ordnung. Du kannst später immer noch nachjustieren, wenn dein Einkommen steigt.

In meinem anderen Beitrag hab ich schon mal über typische Anfängerfehler geschrieben - da siehst du, dass Überkomplizierung ein häufiges Problem ist.

H. Bergmann


Antwort
Werner-Kohl
Beiträge: 30
(@werner-kohl)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hallo Lisa,

erstmal: ein ETF reicht völlig! Ein MSCI World oder besser noch FTSE All-World (enthält auch Schwellenländer) deckt schon über 3000 Unternehmen weltweit ab. Das ist diversifiziert genug für jeden Privatanleger.

Mehr ETFs bedeuten nur mehr Aufwand beim Rebalancing und höhere Kosten. Bei kleinen Sparraten unter 500€ monatlich ist das auch praktisch schwierig umzusetzen.

Die Frage sollte nicht "wie viele ETFs" sein, sondern "welche Kosten" und "wie viel kann ich sparen". Hier hab ich schon mal erklärt, worauf bei der ETF-Auswahl zu achten ist.

Fang einfach an - Perfektion ist der Feind des Guten.

Werner


Antwort
Teilen: