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Immobilien-Einstieg als Berufseinsteiger – was muss ich wirklich wissen?

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Karsten B.
Beiträge: 11
Themenstarter
(@karstenbohle)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#180]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot 2027 und vergleiche verschiedene ETF-Rentenprodukte systematisch nach Effektivkosten. Dabei bin ich immer wieder auf Immobilienanlagen als Baustein gestoßen – entweder direkt (Kaufen und vermieten) oder indirekt über Fonds.

Jetzt frage ich mich: Was sollte jemand, der gerade erst ins Berufsleben startet, über Immobilienanlagen grundsätzlich wissen, bevor er damit überhaupt anfängt?

Konkret interessiert mich:
- Was unterscheidet direkte Immobilienanlagen von indirekten Varianten (z.B. über offene Immobilienfonds)?
- Wie viel Eigenkapital braucht man realistischerweise als Startpunkt?
- Lässt sich das sinnvoll mit einer ETF-basierten Strategie im Altersvorsorgedepot 2027 kombinieren, oder ist das eher ein entweder-oder?

Mich interessiert vor allem die Perspektive der Förderberechtigten im neuen Depot: Berufseinsteiger mit mittlerem Einkommen können ja die staatliche Förderung mitnehmen – aber macht es dann noch Sinn, parallel in Immobilien zu denken? Oder frisst das Eigenkapital, das eigentlich für den ETF-Sparplan gebraucht würde?

Freue mich über alle Erfahrungen und Einschätzungen, auch wenn jemand sagt "lass die Finger davon".

Grüße, Karsten


2 Antworten
Marc-Technik
Beiträge: 52
(@marc-technik)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Ich strukturiere das mal kurz, weil ich das Thema systematisch anschaue:

**Direkt vs. indirekt** – Der Unterschied ist vor allem Kapitaleinsatz, Liquidität und Aufwand. Direkt heißt: du trägst Klumpenrisiko, bist Vermieter, hast Instandhaltungskosten. Indirekt (Fonds) bedeutet Diversifikation, aber auch Renditeverwässerung durch Kosten und Liquiditätspuffer der Fonds.

**Eigenkapital** – Realistische Untergrenze für eine Eigentumswohnung dürfte je nach Region bei 60.000–100.000€ liegen, wenn man seriös rechnet. Das ist für einen Berufseinsteiger i.d.R. ein Zeithorizont von mehreren Jahren.

**Kombination mit dem Altersvorsorgedepot 2027** – Das ist kein entweder-oder in der Theorie, aber in der Praxis konkurrieren beide Ziele ums gleiche Eigenkapital. Ich hab mir das mal in einer Renditesimulation angeschaut: Bei mittlerem Einkommen und voller Ausschöpfung der Förderung im Depot ist der Hebel durch die Zulage schwer zu schlagen, solange der Anlagehorizont lang genug ist.

Kurzfazit: Als Berufseinsteiger würde ich Immobilien nicht von Anfang an parallel planen, es sei denn du hast schon substanzielles Eigenkapital aus anderen Quellen.


Antwort
KlausH
Beiträge: 46
(@klaush)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Ich bin da ehrlich gesagt skeptisch, was den ganzen Hype um Immobilien als Altersvorsorge angeht.

Ein direktes Investment in eine Mietwohnung bedeutet Klumpenrisiko, Verwaltungsaufwand, Mieterärger und Instandhaltungskosten, die man oft unterschätzt. Ich hab das in meinem Bekanntenkreis erlebt – klingt gut auf dem Papier, ist aber weit mehr Aufwand als ein ETF-Sparplan.

Und offene Immobilienfonds? Da schau ich immer erst auf die Kosten. Manche haben laufende Gebühren von 1,5–2% im Jahr, das frisst einen großen Teil der Rendite weg. Gerade wenn man das mit einem günstigen Welt-ETF vergleicht, sieht die Bilanz oft nicht gut aus.

Für Berufseinsteiger würde ich sagen: erst Eigenkapital aufbauen, Notgroschen sichern, dann in Ruhe entscheiden. Das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 ist für diese Phase wahrscheinlich der sinnvollere Einstieg – einfacher, gefördet, und man kann mit kleinen Raten anfangen.


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