Hallo zusammen, ich bin gerade in Rente gegangen und beschäftige mich intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot ab 2027. Meine Frage ist eher grundsätzlich: Wie sinnvoll ist es eigentlich, einen nennenswerten Anteil des geförderten Depots in Immobilien-ETFs oder Immobilienfonds zu investieren?
Ich habe bisher hauptsächlich in Aktien-ETFs gedacht, aber mehrere Bekannte haben mir geraten, auch Immobilien reinzunehmen – als Inflationsschutz und wegen der Diversifikation. Andererseits frage ich mich: Wenn ich das Depot erst mit 67 oder später auflösen darf, ob Immobilien da wirklich die beste Wahl sind.
Zum Hintergrund: Ich habe eine abbezahlte Eigentumswohnung und denke auch über die Anlagestrategie im Standarddepot mit beitragsproportionaler Förderung nach. Lohnt sich das überhaupt noch für mich als frischer Rentner? Und falls ja – wie würde ich sinnvoll die Effektivkosten verschiedener Anbieter vergleichen, wenn unterschiedliche Immobilien-Quote im Spiel ist?
Freue mich über eure Erfahrungen!
Michael S. hat geantwortet: Helmut, gute Frage. Ich sehe das so: Immobilien im geförderten Depot sind weniger eine Frage des "ob", sondern des "wie viel". Mit beitragsproportionaler Förderung zahlst du ja direkt in die Rendite ein – das macht auch Immobilien-ETFs interessant, nicht nur klassische Aktien-ETFs.
Für dich als Rentner würde ich aber differenzieren: Wenn du ohnehin eine Wohnung hast, hast du schon dein Immobilienrisiko. Im geförderten Depot könntest du Global-Player oder spezialisierte REIT-ETFs nehmen – das gibt dir internationale Diversifikation ohne zusätzliches lokales Klumpenrisiko. Die Kostenvergleiche funktionieren über TER plus Verwaltungsgebühr des Anbieters – nicht kompliziert, aber achte auf versteckte Strukturkosten bei Fonds. Welcher Anbieter ist denn deine erste Wahl?
Stefan-Mueller meldet sich: Helmut, als Makler kenne ich beide Welten – und muss dir ehrlich sagen: Eine eigene Immobilie ist nicht dasselbe wie ein Immobilien-ETF im Depot. Was mich beim AVD 2027 spannend macht, ist genau diese Ergänzung. Ich halte etwa 15-20% Immobilien-Quote für sinnvoll, der Rest ETFs auf Aktien. Das gibt Stabilität ohne Übergewichtung. Deine abbezahlte Wohnung zählt ja schon zur Gesamtvorsorge – im Depot würdest du dann eher international denken. Welcher Immobilien-ETF spricht dich an?